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Lexikon-Begriffe

Archiv: Lexikon-Begriffe

Erziehungsform

Die Erziehungsform bezeichnet im Obst- und Weinbau die durch gezielte Schnitt- und Biegemaßnahmen herbeigeführte, dauerhafte räumliche Anordnung von Stamm, Ästen und Fruchttrieben einer Pflanze. Sie bestimmt maßgeblich die Lichtverteilung im Kronenraum, die Belüftung des Blattwerks und die mechanische Stabilität der...

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Frostschutzberegnung

Die Frostschutzberegnung ist ein kulturtechnisches Verfahren im Pflanzenbau, das primär im Obst- und Weinbau sowie im Gemüseanbau zur Abwehr von Spätfrostschäden eingesetzt wird. Das physikalische Prinzip beruht auf der Freisetzung von latenter Wärme beim Phasenübergang von Wasser zu Eis. Während der Beregnung gefriert...

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Spätfrostschäden

Spätfrostschäden bezeichnen irreversible Gewebeschädigungen an Kulturpflanzen, die durch Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes nach dem Austrieb oder Blühbeginn im Frühjahr verursacht werden. Diese Schäden treten auf, wenn die Pflanzen ihre natürliche Frosthärte nach der Winterruhe abgebaut haben und die neu gebildeten,...

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Frühblüte

Die Frühblüte bezeichnet im Pflanzenbau den phänologischen Entwicklungsabschnitt, in dem die ersten Blütenorgane einer Kulturpflanze vor dem Hauptblütezeitraum sichtbar werden. Sie ist ein entscheidendes Stadium im Generativzyklus, das insbesondere bei Obstgehölzen, Getreidearten und Raps von agronomischer Bedeutung...

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Brunstsynchronisation

Die Brunstsynchronisation ist ein verfahrenstechnischer Eingriff in den Fortpflanzungszyklus weiblicher Nutztiere, vornehmlich bei Rindern, Schafen und Ziegen. Ziel ist die zeitliche Angleichung des Eintritts der Brunst (Östrus) bei einer Tiergruppe innerhalb eines definierten Zeitfensters, üblicherweise von 24 bis 48...

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PMSG

PMSG (Pregnant Mare Serum Gonadotropin) ist ein Glykoproteinhormon, das aus dem Blutserum trächtiger Stuten gewonnen wird. Es besitzt sowohl follikelstimulierende (FSH) als auch luteinisierende (LH) Wirkung und wird in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung, insbesondere bei Rindern, Schafen und Schweinen, zur Steuerung...

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Doppelovulationen

Als Doppelovulationen wird in der Fortpflanzungsbiologie landwirtschaftlicher Nutztiere, insbesondere beim Rind, das gleichzeitige Follikelsprunggeschehen zweier reifer Eizellen aus einem oder beiden Eierstöcken innerhalb eines Sexualzyklus bezeichnet. Dieser physiologische Vorgang führt zur Befruchtung beider Eizellen...

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Zwillingsgeburten

Zwillingsgeburten bezeichnen in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung, insbesondere bei Rindern, Schafen und Ziegen, die gleichzeitige Geburt zweier Nachkommen aus einer Trächtigkeit. Sie entstehen entweder durch die Befruchtung und Entwicklung zweier Eizellen (dizygot) oder durch die Teilung einer befruchteten Eizelle...

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FFH-Richtlinie

Die FFH-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen) ist eine naturschutzrechtliche Vorschrift der Europäischen Union. Ihr Ziel ist die Sicherung der Artenvielfalt durch die Erhaltung natürlicher Lebensräume sowie der...

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Bestandsregulierung

Die Bestandsregulierung bezeichnet im Acker- und Pflanzenbau die Gesamtheit aller agrotechnischen, mechanischen, chemischen und biologischen Maßnahmen zur Steuerung der Bestandesdichte, der Bestandesstruktur und des Konkurrenzgefüges innerhalb eines Pflanzenbestandes. Ziel ist die Optimierung des Ertragspotenzials und...

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