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Erster Wolfsabschuss in der Steiermark: Weidetierhalter sehen Signalwirkung - wolf tyrol

Erster Wolfsabschuss in der Steiermark: Weidetierhalter sehen Signalwirkung

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In der Gemeinde Sölk (Bezirk Liezen) ist am Sonntag erstmals seit der Rückkehr des Wolfs in die Steiermark ein zum Abschuss freigegebenes Tier erlegt worden. Der Jäger handelte auf Basis einer behördlichen Ausnahmegenehmigung, die nach wiederholten Rissen von Weidetieren erteilt worden war. DNA-Proben des erlegten Wolfs wurden zur Analyse an die Universität für Bodenkultur (BOKU) eingesendet, um die Identität des Tieres zweifelsfrei zu klären.

Politische Reaktionen und rechtlicher Rahmen

Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer (ÖVP) betonte in einer Presseaussendung: „Wir wollen kein Tier ausrotten, aber wir wollen wirksamen Schutz für unsere Alm- und Weidewirtschaft.“ Der Abschuss erfolgte im Rahmen der steirischen Wolfsmanagement-Verordnung, die unter strengen Auflagen Entnahmen von Problemwölfen erlaubt. Kritiker aus dem Naturschutz verweisen auf den strengen Schutzstatus des Wolfs nach der EU-Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie und kündigten rechtliche Prüfungen an. Die Debatte um den richtigen Umgang mit dem Wolf ist damit erneut entbrannt.

Bedeutung für die Almwirtschaft

Für viele Weidetierhalter in der Steiermark ist der Abschuss ein längst überfälliges Signal. Die Zahl der Wolfsrisse ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, was vor allem Schafhalter und Rinderzüchter auf den Almen vor existenzielle Probleme stellt. Herdenschutzmaßnahmen wie Elektrozäune oder Herdenschutzhunde stoßen in der steilen und weitläufigen Almlandschaft an ihre Grenzen. Der erlegte Wolf stammte aus dem Raum Sölk, wo es zuvor mehrfach zu Übergriffen auf Weidetiere gekommen war.

Ausblick und weitere Entwicklung

Die steirische Landesregierung hat angekündigt, das Wolfsmanagement weiter zu verschärfen und die Voraussetzungen für Abschüsse zu erleichtern. Gleichzeitig laufen auf EU-Ebene Verhandlungen über eine mögliche Herabstufung des Schutzstatus des Wolfs. Der Abschuss in Sölk könnte als Präzedenzfall für weitere Entnahmen in anderen Bundesländern dienen. Die Ergebnisse der DNA-Analyse werden in den kommenden Wochen erwartet und könnten die Diskussion weiter anheizen.

Bildquelle: Pixabay (Unter der freien Pixabay-Lizenz verifiziert für kommerzielle und nicht-kommerzielle Nutzung)

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