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Frühzeitiger Almabtrieb in Niederösterreich: Hitze und Trockenheit setzen Almen unter Druck - alpine cattle

Frühzeitiger Almabtrieb in Niederösterreich: Hitze und Trockenheit setzen Almen unter Druck

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Der anhaltende Hitzeperioden in Niederösterreich setzt die Almbauern massiv unter Druck. Wie der ORF Niederösterreich berichtet, führt die extreme Trockenheit dazu, dass viele Betriebe ihre Herden deutlich früher als gewohnt von den Almen ins Tal treiben müssen. Ein frühzeitiger Almabtrieb hat weitreichende Folgen für Tiergesundheit, Futterbilanz und die traditionelle Almbewirtschaftung.

Hitze zwingt Almbauern zum Handeln

Bereits im Spätsommer zeigt sich: Die Weideflächen auf den Höhenlagen sind vielerorts ausgedörrt. Braune Flecken statt saftiger Kräuter prägen das Bild. Die anhaltende Trockenheit lässt das Futter knapp werden, und die Quellen, die sonst die Tränken versorgen, führen kaum noch Wasser. Viele Almbauern sehen sich deshalb gezwungen, den Almabtrieb vorzuziehen, bevor die Tiere an Gewicht verlieren oder gar gesundheitliche Probleme bekommen.

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Wasser- und Futterknappheit auf den Weideflächen

Almen sind besonders anfällig für Trockenheit. Flachgründige Böden speichern kaum Wasser, die Vegetation wächst nur langsam. Bleiben Niederschläge über Wochen aus, reduziert sich der Aufwuchs erheblich. Gleichzeitig steigt der Wasserbedarf der Rinder bei hohen Temperaturen. Auf manchen Almen muss das Tränkwasser bereits mit Traktoren oder Helikoptern herbeigeschafft werden. Diese Zusatzaufwände treiben die Kosten in die Höhe und verschärfen die wirtschaftliche Lage vieler Betriebe.

Tiergesundheit und Hitzestress

Nicht nur der Mensch leidet unter der Hitze, auch die Tiere geraten an ihre Grenzen. Dauern hohe Temperaturen an, steigt die Körpertemperatur der Rinder, die Atemfrequenz erhöht sich, und die Futteraufnahme sinkt. Das kostet Leistung und kann im schlimmsten Fall zu Kreislaufproblemen führen. Technische Kühlungsmöglichkeiten, wie sie im Stall eingesetzt werden, sind auf der Alm kaum verfügbar. Mehr zum Thema Kühlstrategien in der Tierhaltung bietet der Beitrag Hitzestress bei Milchkühen: Bewertung von Nebelanlagen als Kühlungsstrategie.

Anpassungsstrategien der Landwirtschaft

Der frühzeitige Almabtrieb ist nur eine von vielen Reaktionen auf ein sich wandelndes Klima. Die Landwirtschaft insgesamt muss sich auf häufigere Extremwetterlagen einstellen. Welche grundlegenden Anpassungen nötig sind, zeigt der Beitrag Extremwetter zwingt Landwirtschaft zu grundlegender Anpassung. Dazu zählen der Bau neuer Tränkeeinrichtungen, die Nachsaat hitzeresistenter Weidepflanzen oder die Umstellung auf robustere Rinderrassen ebenso wie eine flexiblere Planung der Almsaison.

Früher Weideabtrieb hat wirtschaftliche Folgen

Ein vorzeitiger Almabtrieb durchbricht den über Jahrhunderte gewachsenen Rhythmus der Almbewirtschaftung. Die Tiere werden meist trockener gehalten, was die Milchleistung reduziert. Auch die Qualität der Almkäse, die von der Kräutervielfalt der Bergweiden abhängt, kann darunter leiden. Für viele Betriebe ist die Alm ein zentrales Standbein, ein früherer Abtrieb bedeutet weniger Einnahmen und höhere Futterkosten im Tal.

Klimawandel verändert Almbewirtschaftung

Die heurige Saison ist kein Einzelfall mehr. Meteorologische Aufzeichnungen zeigen eine Zunahme von Hitze- und Trockenperioden in den Alpen. Landwirtschaftliche Berater empfehlen deshalb, die Almsaison flexibler zu gestalten und in besseren Jahren Vorräte anzulegen. Gleichzeitig wird der Ruf nach angepassten Fördermaßnahmen lauter, um die Almbewirtschaftung als kulturelles Erbe und ökologisch wertvollen Lebensraum zu erhalten. Der frühzeitige Almabtrieb ist damit nicht nur eine Momentaufnahme, sondern ein weiteres Indiz für den tiefgreifenden Wandel, dem sich die Berglandwirtschaft stellen muss.

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Ursprüngliche Meldung/Quelle: news.google.com

Bildquelle: Pixabay (Pixabay-Lizenz, freie kommerzielle Nutzung)

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Almabtrieb, Hitze, Klimawandel, Niederösterreich, Trockenheit

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