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Aufwuchs

Der Begriff Aufwuchs bezeichnet in der landwirtschaftlichen Fachsprache die gesamte oberirdische pflanzliche Biomasse, die auf einer landwirtschaftlich genutzten Fläche, insbesondere auf Grünland oder Stilllegungsflächen, zu einem bestimmten Zeitpunkt vorhanden ist. Er umfasst alle lebenden und abgestorbenen Pflanzenteile, die nicht durch Ernte oder Beweidung entnommen wurden. Der Aufwuchs setzt sich aus verschiedenen Pflanzenarten zusammen, deren Zusammensetzung maßgeblich durch Standortfaktoren, Bewirtschaftungsintensität und Nutzungszeitpunkt bestimmt wird. In der Futterbaupraxis ist die Qualität des Aufwuchses, gemessen an Parametern wie Rohfasergehalt, Energie- und Proteinkonzentration, entscheidend für die Ertragsbewertung und die Planung der Nutzung. Die rechtliche Relevanz des Begriffs ergibt sich unter anderem aus der Düngeverordnung, da die im Aufwuchs gebundenen Nährstoffe bei der Berechnung des Nährstoffanfalls und der Düngebedarfsermittlung zu berücksichtigen sind. Im Kontext des Greenings und der Direktzahlungen wird der Aufwuchs auf ökologischen Vorrangflächen als Indikator für die Einhaltung von Bewirtschaftungsauflagen herangezogen.