Aus für Luxuskäse: „Crazy Cheese“ ist insolvent
Das durch Roland Ludomirska und extravagantes Marketing bekannt gewordene Käse-Imperium „Crazy Cheese“ ist insolvent. Jahrelang sorgte der tätowierte Wiener mit extrem teurem Käse auf Instagram für Furore, doch nun ist das Unternehmen am Ende. Für die Betreibergesellschaften wurde das Konkursverfahren beantragt, die Filialen sind bereits geschlossen.
Der steile Aufstieg und das extravagante Image
Mit Sorten wie dem berüchtigten „Liebeskäse“, der für 64 Euro pro gut 300 Gramm verkauft wurde, und einer äußerst lauten Social-Media-Inszenierung spaltete Ludomirska die Netz-Community. Angesiedelt in der steirischen Gemeinde Hart bei Graz, baute er ein Geschäftsmodell auf, das ihn eigenen Angaben zufolge zum Millionär machte. Das extravagante Image und der exklusive Luxuskäse standen dabei stets im Fokus.
Fatales Timing: Expansion trifft auf Pandemie
Der Wendepunkt der Erfolgsgeschichte datiert auf das Jahr 2020, als die riskante Entscheidung getroffen wurde, gleich sieben neue Filialen zu eröffnen. Ein strategischer Schritt, der durch die kurz darauf hereinbrechende Covid-19-Pandemie und die Lockdowns fatale Folgen hatte. Betriebsschließungen und massive Umsatzrückgänge rissen tiefe Löcher in die Bilanzen, weshalb die Einnahmen die laufenden Kosten nicht mehr decken konnten.
Das endgültige Aus nach langem Kampf
Trotz eingeleiteter Sanierungsmaßnahmen verschlechterte sich die Situation kontinuierlich weiter, bis ein deutlicher Umsatzeinbruch im Jahr 2026 das endgültige Aus besiegelte. Für die Crazy Cheese Manufacture Holding GmbH und die MRL Crazy Cheese Manufacture W GmbH wurde offiziell das Konkursverfahren beantragt. Eine Weiterführung ist nicht vorgesehen, laut KSV sind zuletzt keine Mitarbeiter mehr gemeldet gewesen. Der Hype um den teuren Käse ist damit Geschichte.
Bildquelle: Pixabay (Unter der freien Pixabay-Lizenz verifiziert für kommerzielle und nicht-kommerzielle Nutzung)
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