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Starkes Wespenjahr erwartet: Ursachen unklar, Maßnahmen für den Umgang mit Nestern - wasp nest removal

Starkes Wespenjahr erwartet: Ursachen unklar, Maßnahmen für den Umgang mit Nestern

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Schon jetzt im Juli sind ungewöhnlich viele Wespen unterwegs, und Experten rechnen mit einer deutlichen Zunahme im Spätsommer und Herbst. Vor allem die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe könnten dann zur Plage werden. Für Landwirte und Obstbauern ist das eine besondere Herausforderung, da die Insekten Erntehelfer gefährden und in Ställen für Unruhe sorgen können. Doch die Ursachen für diese explosionsartige Vermehrung bleiben rätselhaft.

Rätselhafte Vermehrung – Warum es heuer so viele Wespen gibt

Martin Schwarz vom Biodiversitätszentrum Oberösterreich erklärt, dass die genauen Gründe für die Populationsschwankungen noch weitgehend unklar sind. Langjährige deutsche Untersuchungen hätten kein eindeutiges Muster ergeben. „Die Forschung steht hier noch am Anfang“, so der Experte. Klar ist nur: Die Witterung im Frühjahr spielt eine Rolle, aber allein kann sie den diesjährigen Boom nicht erklären. Ein schwacher Winter und ein warmer, trockener Mai begünstigen die Volksentwicklung – doch das reicht als Erklärung nicht aus. Für Landwirte bedeutet dies: Vorbeugung ist schwierig, Kontrolle umso wichtiger.

Wespennester selbst entfernen – Was erlaubt ist und worauf man achten muss

Ein Wespennest darf nicht einfach zerstört werden. Ausnahmen gelten nur, wenn die Tiere zur Gefahr werden oder Schäden an Gebäuden verursachen. Eigenmächtige Entfernungen sind mit Vorsicht zu genießen. Martin Schwarz rät dringend von Methoden wie dem Ausräuchern mit Feuer ab, da das Nest und seine Umgebung leicht brennbar sind. Auch Insektizide sollten nur von Fachleuten eingesetzt werden. Wer das Nest dennoch selbst entfernen will, sollte dies am frühen Morgen bei Kühle tun – mit langärmliger Kleidung und Kopfbedeckung. Den Behälter gut verschließen und mindestens einen Kilometer weit weg in den Wald bringen, damit die Wespen nicht zurückfinden. Bei Erdnestbauten ist der Profi die sicherere Wahl. Die Feuerwehr ist übrigens nur in Notfällen zuständig, etwa bei Allergikern oder gefährdeten Kindern.

Ausblick: Nach dem starken Jahr kommt die Ruhe?

Die gute Nachricht: Experten vermuten, dass sich die Wespenpopulation im nächsten Jahr von selbst reguliert. Die vielen Völker stören sich gegenseitig und verringern die Anzahl junger Königinnen – ein natürlicher Kreislauf. Für Landwirte heißt das: Dieses Jahr besonders wachsam sein, Nester frühzeitig melden und bei Bedarf Fachfirmen beauftragen. Auch wenn die Ursachen unklar sind, eines ist sicher: Mit einem ruhigen Spätsommer ist 2023 nicht zu rechnen.

Bildquelle: Pixabay (Unter der freien Pixabay-Lizenz verifiziert für kommerzielle und nicht-kommerzielle Nutzung)

Landwirtschaft, Nestentfernung, Oberösterreich, Schädlingsbekämpfung, Wespen