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Wolfsrisse im Gauertal: Erneute Angriffe auf der Alpila Alpe lösen Abschussfreigabe aus - wolf livestock

Wolfsrisse im Gauertal: Erneute Angriffe auf der Alpila Alpe lösen Abschussfreigabe aus

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Erneute Wolfsrisse im Gauertal erschüttern die heimische Alpwirtschaft: Auf der Alpila Alpe sind binnen weniger Tage ein Esel und ein etwa zehn Monate altes Kalb gerissen worden. Wildbiologe Schatz sprach am Montagabend gegenüber ORF Vorarlberg von „aufs Schwerste verletzten“ Tieren, die notgetötet werden mussten. Ein weiteres Jungrind ist noch abgängig. Die geografische Nähe zur Tilisuna Alpe bei Tschagguns im Montafon lässt Schatz zufolge den Schluss zu, „dass es derselbe Wolf gewesen sein dürfte“ – jenes Tier, das bereits am Sonntag ein Jungrind gerissen hatte.

Wolfsrisse im Gauertal: Was auf der Alpila Alpe geschah

Die Alpila Alpe liegt im Gauertal, auf der anderen Talseite von der Tilisuna Alpe. Für die Älpler bedeutet der Angriff erheblichen Mehraufwand: Die restlichen sieben Esel wurden vorsorglich von der Alpe geholt, die Rinder müssen eingestallt werden. Alpmeister Matthias Salzgeber berichtet: „Die Esel sind jetzt in Sicherheit. Das Vieh bleibt auf der Nachtweide um die Hütte herum.“ Doch so einfach ist es nicht: Ausgerechnet der Schutz der Herde kollidiert mit den Realitäten der Alpwirtschaft. In den steilen Lagen ist eine dauerhafte Einstallung kaum möglich, das Weidegebiet wäre nicht nutzbar.

  • Ein ausgewachsener Esel wurde gerissen
  • Ein etwa zehn Monate altes Kalb musste notgetötet werden
  • Ein weiteres Jungrind wird seit den Vorfällen vermisst

Abschuss freigegeben: Die juristische Lage nach den Wolfsrissen

Das Land Vorarlberg hat nach dem Riss auf der Tilisuna Alpe am Sonntag den Wolf zum Abschuss freigegeben. Die Freigabe gilt von sofort bis 30. September in den betroffenen Jagdgebieten. Die Jäger seien bereits informiert und „intensiv unterwegs, um den Wolf zu entnehmen“, erklärte Schatz. Die Entscheidung trifft auf ein gespaltenes Echo: Während Weidetierhalter auf eine rasche Entnahme pochen und auf ihre Existenzgrundlage verweisen, halten Naturschutzverbände den strengen Schutzstatus des Wolfes nach der EU-Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie entgegen. Genau diese kontroverse Ausgangslage führt dazu, dass die Lage für die Bauern immer prekärer wird.

Die Zukunft der Alpwirtschaft: Herdenschutz am Limit

Die wiederholten Wolfsrisse im Gauertal sind ein Alarmzeichen für die gesamte Region. Die Alpwirtschaft lebt von der extensiven Beweidung – wenn Herden zu ihrem Schutz eingestallt werden müssen, verliert das System seine wirtschaftliche Basis. Herdenschutzzäune oder Schutzhunde stoßen in den alpinen Steillagen des Montafons oft an ihre technischen Grenzen. Während die einen fordern, den Wolf konsequent zu entnehmen, verweisen andere darauf, dass eine Koexistenz nur mit besseren Fördermitteln und nachhaltigen Schutzkonzepten gelingen kann. Fest steht: Die Angst auf den Almen ist groß, und die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Abschussfreigabe Wirkung zeigt.

Bildquelle: Pixabay (Unter der freien Pixabay-Lizenz verifiziert für kommerzielle und nicht-kommerzielle Nutzung)

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