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Archiv: Lexikon-Begriffe

flachgründige Standorte

Als flachgründige Standorte werden in der Bodenkunde und Landwirtschaft Böden bezeichnet, deren durchwurzelbare Horizontmächtigkeit, bedingt durch eine geringe Mächtigkeit des Solums über festem Gestein oder einer undurchlässigen Schicht (z. B. Ortstein oder Ton), weniger als 30 cm beträgt. Die effektive Durchwurzelungstiefe...

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Kalamität

Eine Kalamität bezeichnet im land- und forstwirtschaftlichen Kontext ein außergewöhnliches, flächenhaftes Schadereignis, das zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führt und die übliche Bewirtschaftung nachhaltig beeinträchtigt. Ursachen können biotische Faktoren wie der Massenbefall durch Schädlinge (z. B. Borkenkäfer)...

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Durchführungsverordnung

Eine Durchführungsverordnung im Agrarrecht ist ein sekundärer Rechtsakt der Europäischen Union, der von der Europäischen Kommission erlassen wird, um einheitliche Bedingungen für die Anwendung eines Basisrechtsakts (z. B. einer EU-Verordnung oder -Richtlinie) in allen Mitgliedstaaten sicherzustellen. Sie konkretisiert...

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Befallsgebiet

Ein Befallsgebiet ist ein räumlich abgegrenzter Bereich, in dem das gehäufte Auftreten eines bestimmten Schadorganismus (z. B. Quarantäneschädling, Tierseuche oder invasive Pflanzenart) amtlich festgestellt wurde. Die Abgrenzung erfolgt durch die zuständige Behörde (Pflanzenschutzdienst oder Veterinärbehörde) auf Basis...

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Pflanzenpass

Der Pflanzenpass ist ein amtliches Dokument, das gemäß der EU-Durchführungsverordnung 2019/2072 sowie der nationalen Pflanzengesundheitsverordnung (BGBl. II Nr. 123/2024 in der Fassung 2026) für das Inverkehrbringen bestimmter Pflanzen, Pflanzenerzeugnisse und anderer Gegenstände innerhalb der Europäischen Union erforderlich...

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Alpweiden

Die Alpweide (auch Almweide) ist eine landwirtschaftliche Nutzfläche im Hochgebirge, die sich oberhalb der Waldgrenze und unterhalb der Schneegrenze befindet. Sie dient der saisonalen, extensiven Beweidung durch Rinder, Schafe, Ziegen oder Pferde während der Sommermonate (Alpung). Die Vegetation setzt sich vorwiegend...

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Alpbetriebe

Ein Alpbetrieb ist ein landwirtschaftlicher Betrieb, dessen primäre Produktionsfläche aus hochgelegenen, natürlichen oder kultivierten Grünlandflächen im Gebirge besteht, die in der Regel oberhalb der geschlossenen Waldgrenze liegen. Die Bewirtschaftung erfolgt saisonal während der Sommermonate (Alpung) und dient vorrangig...

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Schwarznasenschafe

Das Schwarznasenschaf ist eine Hausschafrasse (Ovis aries), die durch eine charakteristische schwarze Pigmentierung der Nasenregion, der Augenpartie, der Ohren sowie der unteren Gliedmaßen gekennzeichnet ist. Es handelt sich um eine mittelgroße bis große, robuste Landschafrasse, die vorwiegend in extensiven Haltungssystemen,...

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Flächeneffizienz

Die Flächeneffizienz ist eine betriebswirtschaftliche und agrarökologische Kennzahl, die das Verhältnis des erzielten Ertrags oder des Deckungsbeitrags zur eingesetzten landwirtschaftlichen Nutzfläche beschreibt. Sie wird in der Regel in Ertragseinheiten pro Hektar (z. B. dt/ha, t/ha) oder in Euro Deckungsbeitrag pro...

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Grasnarbe

Die Grasnarbe bezeichnet die oberste, dicht durchwurzelte Bodenschicht eines Grünlandbestandes, die aus der Vegetationsdecke (Gräser, Kräuter, Leguminosen) und dem darin verwobenen Wurzelfilz besteht. Sie stellt eine biologisch aktive Grenzschicht zwischen Atmosphäre und Mineralboden dar. Ihre Struktur wird maßgeblich...

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