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Mähdrescher

Der Mähdrescher ist eine selbstfahrende oder gezogene Erntemaschine zur kombinierten Durchführung von Schneiden, Dreschen, Trennen und Reinigen von Körnerfrüchten. Das Grundprinzip umfasst einen Haspel- und Schneidwerksbereich, eine Dreschtrommel mit konkavem Korb, eine Abscheidung mittels Schüttlern oder Rotorabscheidern sowie eine mehrstufige Reinigungsanlage mit Gebläse und Sieben. Moderne Maschinen verfügen über eine automatische Schnitthöhenregelung, Ertragssensoren und eine GPS-gestützte Teilflächenertragskartierung, die eine ertragsabhängige Dokumentation im Sinne der Düngeverordnung ermöglichen. Die Kornfeuchte wird kontinuierlich mittels kapazitiver oder infraroter Messtechnik erfasst; bei Überschreitung der Trocknungsgrenze ist eine Nacherntetrocknung erforderlich, um die Lagerfähigkeit und die Einhaltung von Höchstgehalten an Mikroorganismen sicherzustellen.

Rechtlich relevant ist die Einhaltung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) für den Überführungsverkehr sowie der Unfallverhütungsvorschriften der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft. Im Betrieb sind Staubemissionen und Lärmimmissionen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz zu bewerten. Die Maschinenbedienung erfordert eine qualifizierte Einweisung; die Dokumentation von Wartungsarbeiten und die Verwendung von biologisch abbaubaren Hydraulikölen sind Empfehlungen zur Reduktion von Boden- und Gewässerkontaminationen. Der Mähdrescher stellt eine zentrale, hochtechnisierte Komponente der Getreideproduktion dar, deren Effizienz maßgeblich von der Einstellung der Dreschparameter an die jeweilige Kulturart und deren Feuchtegehalt abhängt.

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