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Landmaschinen winterfest machen

Landmaschinen winterfest machen 2026: Checkliste zur Einwinterung

Landmaschinen winterfest machen heißt, Traktoren, Erntetechnik und Anbaugeräte nach dem letzten Einsatz der Saison zu reinigen, zu konservieren, gegen Frost abzusichern und trocken einzulagern. Das vermeidet Korrosion, eingefrorene Leitungen, entladene Batterien und Standschäden an den Reifen. Die folgende Checkliste orientiert sich an den Empfehlungen der Landwirtschaftskammer Niederösterreich.

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Reinigen, abschmieren, konservieren

Maschinen gehören sauber ins Winterlager, weil anhaftende Erde, Ernterückstände und Düngerreste Feuchtigkeit binden und Rost fördern. Die Landwirtschaftskammer empfiehlt, nach Maschinentyp zu unterscheiden: Mähdrescher, Pressen, Sämaschinen und Fahrzeugkabinen werden mit Druckluft gereinigt, Bodenbearbeitungsgeräte mit anhaftender Erde mit Hochdruckwasser. Geräte, die mit korrosiven Stoffen in Kontakt kommen – Düngerstreuer, Miststreuer, Güllefass, Pflanzenschutzgeräte – werden gründlich mit Wasser, idealerweise Heißwasser mit Reinigungsmittel, gewaschen. Nach Einsätzen bei anhaltender Nässe werden grobe Erdklumpen an Fahrwerk und Unterboden vorab abgeschlagen und der Rest eingeweicht.

  • Bei Lagern, Ventilen und Elektronik mit dem Hochdruckstrahl vorsichtig arbeiten; Sensoren nicht direkt anstrahlen.
  • Nach dem Waschen die Maschine nochmals laufen lassen, damit Lager und Antriebe abtrocknen.
  • Alle Lager abschmieren, um eingedrungenes Wasser herauszupressen; dabei die Lager entlasten und kurz bewegen. Spindeln, Gestängeführungen und Kettentriebe ebenfalls schmieren.
  • Blanke Metallteile nach dem vollständigen Abtrocknen mit Korrosionsschutzöl behandeln, bevorzugt biologisch abbaubare Produkte auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Lackschäden mit Rostschutzfarbe und Decklack ausbessern.
  • Hydraulikzylinder einfahren, damit die Kolbenstangen geschützt sind; Hydraulikschläuche auf Risse und Scheuerstellen prüfen.
  • Keilriemen entlasten und die Spannposition markieren oder die Gewindelänge messen, damit im Frühjahr rasch nachgespannt werden kann.

Die Reinigung ist zugleich der Zeitpunkt für eine Inspektion anhand der Betriebsanleitung: Verschleißteile, Schraubverbindungen und Sicherungsbolzen, Geräterahmen auf Haarrisse, Schutzvorrichtungen wie der Gelenkwellenschutz. Mängel kommen auf eine Liste, damit Ersatzteile vor dem nächsten Einsatz bestellt sind.

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Frostschutz für Kühler, Kraftstoff und Batterie

Bei Traktoren und selbstfahrenden Maschinen wird die Frostsicherheit von Kühlmittel und Scheibenwaschanlage mit dem Refraktometer geprüft. Die Landwirtschaftskammer nennt als Untergrenze einen Gefrierpunkt von mindestens −20 °C; für Höhenlagen und kältere Standorte sind die Vorgaben des Herstellers maßgeblich. Das Mischungsverhältnis laut Betriebsanleitung ist einzuhalten, weil das Kühlmittel neben dem Frostschutz auch den Korrosionsschutz des Kühlsystems liefert; Undichtigkeiten werden vorher behoben.

Der Kraftstofftank wird voll eingelagert, damit sich kein Kondenswasser bildet. Winterdiesel mit voller Kältefestigkeit gibt es an den Tankstellen erst ab November; wer im Oktober volltankt und die Maschine bis zum Frühjahr abstellt, hat Übergangsdiesel im Tank – Fahrzeuge, die im Winter weiterlaufen, tankt man daher besser erst ab November voll. Saisonal genutzte Maschinen wie Mähdrescher oder Feldhäcksler sollten vor der Standzeit mit Kraftstoff ohne FAME-Anteil betankt werden, weil Biodiesel Wasser aufnimmt und B7-Diesel nach spätestens zwölf Monaten verbraucht sein sollte. Wasserabscheider entleeren, Kraftstofffilter nach Wartungsplan wechseln. Fließverbesserer wirken nur vorbeugend, werden bei mindestens etwa +10 °C eingemischt und sind vorher auf Verträglichkeit mit dem Einspritzsystem zu prüfen.

Bei der Starterbatterie werden Ladezustand und Säurestand kontrolliert, bei Bedarf wird nachgeladen oder destilliertes Wasser aufgefüllt. Die Pole werden gereinigt und eingefettet, anschließend wird der Batteriehauptschalter auf AUS gestellt – das verhindert schleichende Entladung und dient dem Brandschutz. Bei mehrmonatiger Standzeit bleibt die Batterie an einem Erhaltungsladegerät oder wird ausgebaut, frostfrei gelagert und regelmäßig nachgeladen; eine entladene Batterie friert früher ein als eine volle.

Pflanzenschutzspritze, Güllefass und wasserführende Geräte

Alle Geräte, in denen Wasser steht, sind bei Frost gefährdet. Bei der Pflanzenschutzspritze werden nach der Innen- und Außenreinigung Reinwassertank und Handwaschbehälter entleert. Anschließend wird Frostschutzmittel in der Menge laut Betriebsanleitung über den Reinwassertank oder die Einspülschleuse eingefüllt – entweder Kühlerfrostschutz auf Glykolbasis, dessen Additive die Dichtungen geschmeidig halten und der im Frühjahr aufgefangen und entsorgt werden muss, oder ein biologisch abbaubares Feldspritzen-Frostschutzmittel aus dem Landhandel; Scheibenklar ist ungeeignet. Bei laufender Pumpe wird durch alle Funktionen geschaltet: Rührwerk, Innen- und Außenreinigung, Rücklauf- und Druckentlastungsleitungen, Randdüsenschaltung. Die Teilbreiten werden einzeln geschaltet, bis an allen Düsen Frostschutzmittel austritt; Restwasser im System verdünnt die Lösung, daher eher großzügig dosieren. Manometer, Terminal und Steuerbox werden ausgebaut und frostfrei, trocken gelagert; Filter und Düsen werden gereinigt.

Beim Güllefass werden Fass, Leitungen, Siphon und Pumpe vollständig entleert, Domdeckel und Schieber bleiben offen und gesichert; der Kompressor wird laut Betriebsanleitung gereinigt und konserviert. Dasselbe Prinzip gilt für Hochdruckreiniger, Viehanhänger mit Wassertank und Beregnungstechnik: vollständig entleeren oder frostfrei abstellen.

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Reifen, Abstellplatz und Schutz vor Nagern

Wenn Maschinen monatelang auf derselben Stelle stehen, bilden sich Standplatten und Risse an den Reifen. Die Landwirtschaftskammer empfiehlt, den Reifendruck auf das maximal zulässige Niveau laut Reifenhersteller zu erhöhen oder das Gerät an den Achsen aufzubocken – bei Geräten mit hohem Schwerpunkt nur mit sicherem Stand. Im Frühjahr wird der Druck wieder auf den Einsatzwert abgesenkt.

Ein trockener, überdachter Abstellplatz ist die beste Lösung. Wer im Freien lagern muss, verwendet atmungsaktive Planen mit Luftzirkulation, damit sich unter der Abdeckung kein Kondenswasser sammelt, und stellt die Maschine so ab, dass Wasser ablaufen kann. Auspuff und Ansaugöffnungen werden verschlossen. Kabinen werden ausgeräumt, gereinigt und gelüftet; Lebensmittelreste und Textilien locken Mäuse an, die Kabelbäume, Sitzpolster und Kabinenfilter beschädigen. Manipulationssichere Köderstationen oder Schlagfallen in und um Gebäude senken das Risiko; welche Mittel dafür zugelassen sind, weiß der Landhandel. Eine Halle ohne Futter- und Strohreste nimmt den Tieren die Nahrung. Wer gleichzeitig die Gebäude vorbereitet, findet im Ratgeber Stall winterfest machen die passende Checkliste.

Forsttechnik wie Seilwinden oder Holzspalter wird erst nach der Holzsaison nach denselben Regeln eingewintert. Alle Arbeiten und festgestellten Mängel werden im Maschinenbuch dokumentiert – das erleichtert die Frühjahrswartung und erhält den Wiederverkaufswert.

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Häufige Fragen (FAQ)

  • Welchen Gefrierpunkt soll das Kühlmittel haben? Die Landwirtschaftskammer nennt als Untergrenze −20 °C, geprüft mit dem Refraktometer. In Höhenlagen und an kalten Standorten gelten die Vorgaben des Herstellers; das Mischungsverhältnis laut Betriebsanleitung sichert zugleich den Korrosionsschutz.
  • Soll der Dieseltank vor dem Winter voll sein? Ja, ein voller Tank verhindert Kondenswasser. Saisonmaschinen wie Mähdrescher werden mit Kraftstoff ohne FAME-Anteil betankt. Wer im Oktober volltankt, hat Übergangsdiesel im Tank; Fahrzeuge, die im Winter laufen, tankt man besser erst ab November mit Winterdiesel voll.
  • Wie wird die Feldspritze frostsicher gemacht? Nach der Reinigung Reinwassertank und Handwaschbehälter entleeren, Frostschutzmittel laut Betriebsanleitung einfüllen und bei laufender Pumpe durch alle Funktionen und Teilbreiten schalten, bis es an allen Düsen austritt. Manometer, Terminal und Steuerbox frostfrei lagern.
  • Wie vermeide ich Standplatten an den Reifen? Reifendruck auf das maximal zulässige Niveau laut Reifenhersteller erhöhen oder die Maschine an den Achsen aufbocken. Im Frühjahr den Druck wieder auf den Einsatzwert absenken.

Beitragsbild: Symbolfoto (Pixabay- bzw. Unsplash-Lizenz, freie kommerzielle Nutzung). Fachliche Angaben nach Empfehlungen der Landwirtschaftskammern, der AGES und der Nitrat-Aktionsprogramm-Verordnung (Stand: September 2026), ohne Gewähr – verbindliche Auskunft gibt die zuständige Landwirtschaftskammer.

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