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Archiv: Lexikon-Begriffe

Mühlenbetriebe

Ein Mühlenbetrieb ist im agrartechnischen und lebensmittelrechtlichen Sinne eine gewerbliche oder industrielle Anlage, deren primärer Zweck die mechanische Zerkleinerung, Vermahlung oder Schälung von pflanzlichen Rohstoffen, überwiegend Getreide, Ölsaaten oder Hülsenfrüchten, zu Futtermitteln, Lebensmitteln oder technischen...

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Getreidepreise

Getreidepreise bezeichnen die auf organisierten Warenterminbörsen (z. B. Euronext/Matif in Paris) sowie auf regionalen Kassamärkten gebildeten Notierungen für handelsübliche Getreidepartien (insbesondere Weizen, Gerste, Roggen, Mais). Sie werden in Euro je Tonne (€/t) bei standardisierten Qualitäten (z. B. Futterweizen,...

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Ernteausfälle

Ernteausfälle bezeichnen in der Agrarwirtschaft die quantitative oder qualitative Abweichung des tatsächlich geernteten Pflanzenmaterials oder tierischen Erzeugnisses von einem definierten, erwartbaren Ertragsniveau. Diese Abweichung wird in der Regel als Ertragsrückgang pro Flächeneinheit (z. B. Dezitonnen pro Hektar)...

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Rebsorten

Rebsorten sind kultivierte Formen der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera) sowie interspezifische Kreuzungen (Hybridreben), die sich durch genetisch fixierte Merkmale wie Wuchsverhalten, Blattform, Reifedauer und Traubenstruktur unterscheiden. In Deutschland und Österreich werden Rebsorten nach amtlichen Kriterien...

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Biodynamik

Die Biodynamik bezeichnet eine in den 1920er Jahren von Rudolf Steiner begründete, weltweit praktizierte Form der landwirtschaftlichen Betriebsführung, die sich als eigenständiges, geschlossenes Wirtschaftssystem versteht. Sie basiert auf anthroposophischen Prinzipien, wonach der landwirtschaftliche Betrieb als organismische...

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Permakultur

Permakultur (von lateinisch permanere „fortdauern“ und agricultura „Landwirtschaft“) bezeichnet ein systemisches Planungs- und Bewirtschaftungskonzept für Agrarlflächen, das auf der Analyse natürlicher Ökosysteme beruht. Ziel ist die dauerhafte Sicherung der Produktionsgrundlagen durch angepasste Nutzungsintensität....

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Autochthon

Der Begriff autochthon (von griechisch autós „selbst“ und chthōn „Erde“, also „aus eigenem Land stammend“) bezeichnet in der Landwirtschaft biologisches Material, das in einem bestimmten geografischen Gebiet auf natürliche Weise entstanden und dort über einen langen Zeitraum ohne gezielte Einführung...

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Kulturart

Die Kulturart (auch Nutzungsart) bezeichnet in der Landwirtschaft die systematische Einordnung einer landwirtschaftlich genutzten Fläche nach ihrer Nutzungs- und Bewirtschaftungsform. Sie dient als zentrales Klassifikationsmerkmal in der Agrarstatistik, im Förderwesen sowie in der Verwaltungs- und Rechtspraxis, insbesondere...

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Backqualität

Backqualität bezeichnet die Gesamtheit der physikalisch-chemischen und technologischen Eigenschaften von Getreide, insbesondere von Weizen, die dessen Verarbeitbarkeit zu Backwaren bestimmen. Die Grundlage bildet die Fähigkeit der Kleberproteine (Glutenine, Gliadine), ein elastisches Netzwerk auszubilden. Zu den maßgeblichen...

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Schläge

Unter Schlägen versteht man in der Landwirtschaft räumlich abgegrenzte, zusammenhängende Teile der landwirtschaftlich genutzten Fläche, die als eigene Bewirtschaftungseinheit gelten. Die Abgrenzung eines Schlages erfolgt anhand der jeweiligen Kulturarts, der Bodenverhältnisse, des Reliefs oder agrarstruktureller Merkmale...

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