wertgebende Inhaltsstoffe
Als wertgebende Inhaltsstoffe werden in der Agrarwissenschaft und Lebensmitteltechnologie jene chemischen Verbindungen bezeichnet, die den ernährungsphysiologischen, sensorischen oder technologischen Wert eines pflanzlichen oder tierischen Erzeugnisses maßgeblich bestimmen. Dazu zählen primäre Inhaltsstoffe wie Proteine, Fette, Kohlenhydrate und Ballaststoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Aromastoffe. Der Gehalt und die Zusammensetzung dieser Stoffe variieren in Abhängigkeit von Genetik, Standortbedingungen, Düngung, Erntezeitpunkt und Lagerung.
In der landwirtschaftlichen Praxis und Qualitätsbewertung dienen wertgebende Inhaltsstoffe als Grundlage für die Einstufung von Ernteprodukten, etwa bei der Bestimmung von Rohprotein- und Rohfettgehalten in Futter- und Nahrungsmitteln. Rechtliche Relevanz entfalten sie unter anderem in der Düngeverordnung, in Qualitätsprogrammen sowie in der Lebensmittelkennzeichnung, wo Mindestgehalte oder Höchstmengen definiert sein können. Die analytische Erfassung erfolgt mittels standardisierter Verfahren wie der Weender Analyse, der Kjeldahl-Methode oder chromatographischer Techniken.

