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Düngeplanung

Düngeplanung bezeichnet die vorausschauende, standort- und kulturspezifische Ermittlung des Nährstoffbedarfs landwirtschaftlicher Nutzpflanzen sowie die daraus abgeleitete Festlegung von Düngemittelart, -menge, -zeitpunkt und -applikationstechnik. Sie stützt sich auf Bodenuntersuchungen, Schlagkarteien, Ertragserwartungen, Fruchtfolgen und die Nährstoffnachlieferung aus dem Boden. Rechtlich verbindlich ist sie in Deutschland durch die Düngeverordnung (DüV) in der ab 2025 geltenden Fassung, in Österreich durch das Aktionsprogramm Nitrat sowie die ÖPUL-Maßnahmen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik. Die Planung umfasst die Bilanzierung von Stickstoff, Phosphor, Kalium und weiteren Pflanzennährstoffen, die Einhaltung von Obergrenzen für Wirtschaftsdünger und die Dokumentation der Aufbringung.

Ziel ist die bedarfsgerechte Versorgung der Kulturen bei gleichzeitiger Minimierung von Nährstoffverlusten in Grundwasser, Oberflächengewässer und Atmosphäre. Die Düngeplanung ist Bestandteil der guten fachlichen Praxis und wird durch computergestützte Schlagkartei- und Düngeplanungsprogramme unterstützt, die Witterungsdaten, Bodenarten und Ertragsdaten integrieren.

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