Header monbile

Lexikon-Begriffe

Archiv: Lexikon-Begriffe

tierseuchenbedingte Verwerfungen

Als tierseuchenbedingte Verwerfungen werden im Agrarrecht und in der landwirtschaftlichen Betriebswirtschaft jene schwerwiegenden, durch den Ausbruch anzeigepflichtiger Tierseuchen (z. B. Afrikanische Schweinepest, Geflügelpest, Maul- und Klauenseuche) verursachten Störungen des Marktgleichgewichts und der Produktionsabläufe...

Weiterlesen

Industrieemissionsrichtlinie

Die Industrieemissionsrichtlinie (Richtlinie 2010/75/EU, IED) ist ein zentrales Regelwerk des europäischen Umweltrechts, das die integrierte Vermeidung und Verminderung von Umweltverschmutzung durch industrielle Tätigkeiten zum Ziel hat. Für die Landwirtschaft ist sie insbesondere durch die Regelungen zu großen Intensivtierhaltungsanlagen...

Weiterlesen

EU-Nutztierstrategie

Die EU-Nutztierstrategie bezeichnet den im Jahr 2020 von der Europäischen Kommission vorgelegten Fahrplan zur Überprüfung und Weiterentwicklung des EU-Rechtsrahmens für die Haltung und den Schutz landwirtschaftlicher Nutztiere. Sie ist ein integraler Bestandteil der Farm-to-Fork-Strategie im Rahmen des Europäischen Grünen...

Weiterlesen

Schweinebörse

Die Schweinebörse ist eine zentrale, in der Regel von Erzeugergemeinschaften, Viehhandelsorganisationen oder landwirtschaftlichen Rechenzentren betriebene elektronische Handelsplattform für Schlachtschweine. Sie dient dem standardisierten, transparenten und rechtssicheren Abschluss von Kaufverträgen zwischen landwirtschaftlichen...

Weiterlesen

Massenvermehrung

Die Massenvermehrung bezeichnet in der Agrarwissenschaft und im Pflanzenschutz das exponentielle, über das langjährige Mittel hinausgehende Auftreten einer Schadorganismen-Population, das zu wirtschaftlichen Schäden an Kulturpflanzen führt. Sie stellt eine temporäre Störung des biologischen Gleichgewichts dar, die durch...

Weiterlesen

flachgründige Standorte

Als flachgründige Standorte werden in der Bodenkunde und Landwirtschaft Böden bezeichnet, deren durchwurzelbare Horizontmächtigkeit, bedingt durch eine geringe Mächtigkeit des Solums über festem Gestein oder einer undurchlässigen Schicht (z. B. Ortstein oder Ton), weniger als 30 cm beträgt. Die effektive Durchwurzelungstiefe...

Weiterlesen

Kalamität

Eine Kalamität bezeichnet im land- und forstwirtschaftlichen Kontext ein außergewöhnliches, flächenhaftes Schadereignis, das zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führt und die übliche Bewirtschaftung nachhaltig beeinträchtigt. Ursachen können biotische Faktoren wie der Massenbefall durch Schädlinge (z. B. Borkenkäfer)...

Weiterlesen

Durchführungsverordnung

Eine Durchführungsverordnung im Agrarrecht ist ein sekundärer Rechtsakt der Europäischen Union, der von der Europäischen Kommission erlassen wird, um einheitliche Bedingungen für die Anwendung eines Basisrechtsakts (z. B. einer EU-Verordnung oder -Richtlinie) in allen Mitgliedstaaten sicherzustellen. Sie konkretisiert...

Weiterlesen

Befallsgebiet

Ein Befallsgebiet ist ein räumlich abgegrenzter Bereich, in dem das gehäufte Auftreten eines bestimmten Schadorganismus (z. B. Quarantäneschädling, Tierseuche oder invasive Pflanzenart) amtlich festgestellt wurde. Die Abgrenzung erfolgt durch die zuständige Behörde (Pflanzenschutzdienst oder Veterinärbehörde) auf Basis...

Weiterlesen

Pflanzenpass

Der Pflanzenpass ist ein amtliches Dokument, das gemäß der EU-Durchführungsverordnung 2019/2072 sowie der nationalen Pflanzengesundheitsverordnung (BGBl. II Nr. 123/2024 in der Fassung 2026) für das Inverkehrbringen bestimmter Pflanzen, Pflanzenerzeugnisse und anderer Gegenstände innerhalb der Europäischen Union erforderlich...

Weiterlesen

Anzeige