Getreideernte Ostösterreich: Ernsteinbußen bis zu 80 Prozent gemeldet
Die Getreideernte Ostösterreichs ist in diesem Jahr vielerorts dramatisch ausgefallen. Wie der Kurier berichtet, brachen die Erträge stellenweise um bis zu 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr ein. Besonders betroffen sind Regionen mit lang anhaltender Trockenheit und hohen Temperaturen während der Kornfüllungsphase.
Ausmaß der Ernteeinbußen in Ostösterreich
Die genauen Zahlen variieren je nach Standort und Kulturart. Während in manchen Gebieten noch durchschnittliche Erträge eingefahren werden, stehen andere Schläge vor dem Totalausfall. Das berichtet der Kurier unter Berufung auf Landwirte und Branchenvertreter. Diese Entwicklung deckt sich mit einer Umfrage, die kürzlich auf Bauernnetzwerk.at dokumentiert wurde: 93 % der heimischen Landwirte erwarten Ernteverluste durch Trockenheit – im Schnitt 20 Prozent weniger Ertrag. Für die Getreideernte Ostösterreich bedeutet das eine massive Unterdeckung im Vergleich zum langjährigen Mittel.
Trockenheit und Hitze als Hauptursachen
Ausschlaggebend für die schlechte Ernte war eine anhaltende Trockenheit im Frühjahr und Frühsommer. Besonders in den östlichen Landesteilen fiel über Wochen kaum nennenswerter Regen. Hinzu kamen Hitzetage, die die Pflanzen zusätzlich stressten. Dadurch blieben die Bestände dünn, die Ähren kleiner und die Körner leichter. Auch die Qualität leidet in manchen Fällen, wenngleich es Berichte über gute Backqualitäten gibt. So heißt es in einem aktuellen Beitrag auf Bauernnetzwerk.at: Trockenheit bedingt eine kleine Getreideernte– die Qualitäten sind gut. Diese Einschätzung relativiert das Bild, zeigt aber auch, dass nicht alle Partien die erhoffte Qualität erreichen.
Regionale Unterschiede und weitere Kulturen
Nicht nur Getreide ist betroffen. Auch andere Kulturen wie Raps oder Mais haben unter der Trockenheit gelitten. In Niederösterreich befürchten Landwirte bei der Herbsternte Einbußen von bis zu 50 Prozent, wie ein weiterer Beitrag auf Bauernnetzwerk.at zeigt: Niederösterreichs Landwirte fürchten 50-Prozent-Einbußen bei der Herbsternte. Die regionalen Unterschiede sind groß. Während die Trockenheit im Osten Österreichs besonders stark zuschlug, fielen die Ernten in feuchteren Lagen wie dem Alpenvorland besser aus. Dennoch ist die Gesamtbilanz nach Angaben des Kurier für die östlichen Bundesländer negativ. Die Getreideernte in Ostösterreich bleibt damit deutlich hinter den Erwartungen zurück.
Ökonomische Folgen für die Betriebe
Die Ernteeinbußen haben direkte Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit der Ackerbaubetriebe. Geringere Mengen bedeuten weniger Erlös – und das in einem Jahr, in dem die Produktionskosten bereits hoch sind. Der Rückgang der Erträge kann zudem das Angebot am Markt verknappen und die Preise beeinflussen. Für Futtergetreide könnte dies zu höheren Kosten in der Tierhaltung führen, insbesondere für Betriebe, die auf Zukauf angewiesen sind. Viele Landwirte hoffen auf Ernteversicherungen oder staatliche Hilfen. Ob und in welchem Umfang solche Unterstützung gewährt wird, ist derzeit nicht abschließend geklärt. Die Getreideernte Ostösterreich wird jedenfalls in den Bilanzen der Betriebe deutliche Spuren hinterlassen.
Anpassungsstrategien für künftige Dürreperioden
Angesichts wiederkehrender Trockenheit gewinnen Anpassungsmaßnahmen an Bedeutung. Dazu zählen der Anbau trockenheitstoleranter Sorten, eine verbesserte Bodenbearbeitung zur Erhöhung der Wasserspeicherfähigkeit sowie der Einsatz von Zwischenfrüchten. Auch Bewässerung wird in Ostösterreich zunehmend diskutiert, scheitert jedoch oft an Wasserverfügbarkeit und Genehmigungsverfahren. Die heurige Saison verdeutlicht, wie verwundbar die Landwirtschaft gegenüber Extremwetterereignissen ist. Eine nachhaltige Strategie zur Risikominimierung ist für viele Betriebe überlebenswichtig. Die Berichte über die Getreideernte Ostösterreich sind ein Weckruf für die gesamte Branche.
Ursprüngliche Meldung/Quelle: news.google.com
Bildquelle: Pixabay (Pixabay-Lizenz, freie kommerzielle Nutzung)
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