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Archiv: Lexikon-Begriffe

Endosulfan

Endosulfan ist ein synthetisches, chloriertes Kohlenwasserstoff-Insektizid und Akarizid aus der Gruppe der Cyclodiene, das von den 1950er Jahren bis zu seinem weltweiten Verbot im Jahr 2011 (Stockholm-Übereinkommen) in der Landwirtschaft zur Bekämpfung von beißenden und saugenden Schadinsekten an Kulturen wie Baumwolle,...

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Chlorpyrifos

Chlorpyrifos ist ein synthetischer, phosphororganischer Insektizidwirkstoff aus der Gruppe der Cholinesterasehemmer (Acetylcholinesterase-Inhibitoren). Es handelt sich um ein Breitbandinsektizid, das durch Kontakt-, Fraß- und Atemgiftwirkung gegen beißende und saugende Insekten im Ackerbau, Obst- und Weinbau sowie in...

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Pestizidbelastung

Die Pestizidbelastung bezeichnet die quantitative und qualitative Anreicherung von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen sowie deren Metaboliten und Abbauprodukten in Umweltmedien, landwirtschaftlichen Erzeugnissen, Futtermitteln, Lebensmitteln tierischen Ursprungs und Biota. Sie wird als Massenkonzentration (mg/kg) oder Spurenkonzentration...

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saure Böden

Als saure Böden werden in der Bodenkunde mineralische oder organische Substrate mit einem pH-Wert (CaCl₂) von unter 5,5 bezeichnet. Die Versauerung ist ein natürlicher Prozess der Bodenentwicklung, der durch die Auswaschung basischer Kationen (Calcium, Magnesium, Kalium) sowie durch anthropogene Einträge wie ammoniumhaltige...

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Hanglagen

Als Hanglagen werden in der Landwirtschaft landwirtschaftlich genutzte Flächen mit einer Neigung von mehr als 10 % (ca. 5,7 Grad) bezeichnet. Die Hangneigung wird als Verhältnis des Höhenunterschieds zur horizontalen Entfernung in Prozent angegeben. Ab einer Neigung von etwa 18 % (ca. 10 Grad) spricht man von Steillagen....

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Heidelbeeranbau

Der Heidelbeeranbau bezeichnet die landwirtschaftliche Kultur von Pflanzen der Gattung Vaccinium, vorrangig der Kulturheidelbeere (Vaccinium corymbosum), zur Fruchtproduktion. Im Jahr 2026 erfolgt der Anbau in Deutschland und Österreich überwiegend auf Flächen mit saurem, humosem Substrat (pH-Wert 4,0–5,0), häufig unter...

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Nebelanlagen

Nebelanlagen sind technische Einrichtungen zur künstlichen Erzeugung von Wassertröpfchen mit einem Durchmesser von typischerweise 10 bis 100 Mikrometern, die in der Landwirtschaft primär zur Beregnung, Frostschutzbewässerung und Klimatisierung in geschützten Kulturräumen eingesetzt werden. Die Tröpfchenerzeugung erfolgt...

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Rechtslage

Die Rechtslage im landwirtschaftlichen Kontext bezeichnet die Gesamtheit der geltenden Rechtsnormen, die die landwirtschaftliche Tätigkeit, die Nutzung von Grund und Boden sowie die Produktion und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse regeln. Sie umfasst insbesondere Vorschriften des Agrarrechts, des Umweltrechts,...

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Haftungsfragen

Haftungsfragen im landwirtschaftlichen Kontext bezeichnen die rechtliche Verantwortlichkeit von landwirtschaftlichen Betriebsinhabern für Schäden, die durch den Betrieb, seine Tätigkeiten oder seine Anlagen verursacht werden. Die rechtliche Grundlage bildet in Deutschland insbesondere § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuchs...

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Weidewirtschaft

Die Weidewirtschaft ist ein Produktionsverfahren der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung, bei dem die Futteraufnahme der Tiere überwiegend durch den Weidegang auf Dauergrünland oder Wechselgrünland erfolgt. Sie stellt eine Form der Grundfuttergewinnung dar, bei der die Pflanzenbestände direkt durch die Tiere beweidet...

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