Lexikon-Begriffe

Archiv: Lexikon-Begriffe

Risikowolf

Der Risikowolf ist ein in der landwirtschaftlichen Praxis und im Agrarrecht Österreichs und Deutschlands etablierter, jedoch nicht gesetzlich definierter Begriff. Er bezeichnet einen einzelnen Wolf (Canis lupus), der wiederholt und nachweislich verhaltensauffälliges, nutztierbezogenes Schadensverhalten zeigt, insbesondere...

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Entnahmegenehmigung

Die Entnahmegenehmigung ist ein behördlicher Verwaltungsakt, der einer natürlichen oder juristischen Person das Recht einräumt, definierte Mengen eines geschützten Gutes aus der Natur zu entnehmen. Im landwirtschaftlichen Kontext bezieht sich diese Genehmigung primär auf die Entnahme von Wasser aus ober- oder unterirdischen...

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Mindererträge

Mindererträge bezeichnen in der landwirtschaftlichen Produktion die tatsächlich erzielte Erntemenge, die unter dem langjährigen ortsüblichen Durchschnittsertrag oder unter dem für eine bestimmte Kultur und Standortbedingung kalkulierten Sollertrag liegt. Die Abweichung wird in Dezitonnen pro Hektar (dt/ha) oder in Prozent...

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Tierbestände

Der Begriff Tierbestände bezeichnet in der Landwirtschaft die Gesamtheit der auf einem Betrieb gehaltenen landwirtschaftlichen Nutztiere zu einem bestimmten Stichtag oder innerhalb eines definierten Zeitraums. Er umfasst alle Tierarten, die der Erzeugung tierischer Produkte wie Milch, Fleisch oder Eiern dienen, einschließlich...

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Ersatzfuttermittel

Ein Ersatzfuttermittel ist ein Futtermittel, das in der Tierernährung anstelle eines konventionellen oder primären Futtermittels eingesetzt wird, um dessen Funktion teilweise oder vollständig zu übernehmen. Die Substitution erfolgt in der Regel aus ökonomischen, versorgungstechnischen oder rechtlichen Gründen, wobei...

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Dürreschäden

Dürreschäden bezeichnen in der Landwirtschaft die messbaren Ertrags- und Qualitätsminderungen an Kulturpflanzen sowie die Substanzschäden an landwirtschaftlich genutzten Böden, die infolge eines anhaltenden Wasserdefizits im Bodenprofil auftreten. Ursächlich ist eine über einen längeren Zeitraum unter dem langjährigen...

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Mühlenbetriebe

Ein Mühlenbetrieb ist im agrartechnischen und lebensmittelrechtlichen Sinne eine gewerbliche oder industrielle Anlage, deren primärer Zweck die mechanische Zerkleinerung, Vermahlung oder Schälung von pflanzlichen Rohstoffen, überwiegend Getreide, Ölsaaten oder Hülsenfrüchten, zu Futtermitteln, Lebensmitteln oder technischen...

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Getreidepreise

Getreidepreise bezeichnen die auf organisierten Warenterminbörsen (z. B. Euronext/Matif in Paris) sowie auf regionalen Kassamärkten gebildeten Notierungen für handelsübliche Getreidepartien (insbesondere Weizen, Gerste, Roggen, Mais). Sie werden in Euro je Tonne (€/t) bei standardisierten Qualitäten (z. B. Futterweizen,...

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Ernteausfälle

Ernteausfälle bezeichnen in der Agrarwirtschaft die quantitative oder qualitative Abweichung des tatsächlich geernteten Pflanzenmaterials oder tierischen Erzeugnisses von einem definierten, erwartbaren Ertragsniveau. Diese Abweichung wird in der Regel als Ertragsrückgang pro Flächeneinheit (z. B. Dezitonnen pro Hektar)...

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Rebsorten

Rebsorten sind kultivierte Formen der Edlen Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera) sowie interspezifische Kreuzungen (Hybridreben), die sich durch genetisch fixierte Merkmale wie Wuchsverhalten, Blattform, Reifedauer und Traubenstruktur unterscheiden. In Deutschland und Österreich werden Rebsorten nach amtlichen Kriterien...

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