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Zwischenfrüchte Aussaat

Zwischenfrüchte im Überblick: Arten, Aussaat und Nutzen 2026

Zwischenfrüchte schützen den Boden zwischen zwei Hauptkulturen. Welche Art passt und wann du säst, hängt von Vorfrucht, Folgekultur und Ziel ab. Hier findest du die wichtigsten Arten, die Aussaatfenster und die Bedingungen der ÖPUL-Förderung, jeweils mit Quelle.

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Wozu Zwischenfrüchte?

Eine Begrünung schützt vor Erosion, nimmt Nährstoffe auf, bevor sie ausgewaschen werden, und fördert Humus und Bodenleben. Die AMA nennt als Ziele der Förderung unter anderem den Aufbau des Bodens als Kohlenstoffspeicher und den Schutz von Oberflächen- und Grundwasser.

Die wichtigsten Arten

Leguminosen

Sommerwicke, Alexandrinerklee und Persischer Klee binden Luftstickstoff und hinterlassen ihn der Folgekultur. Mischungen mit viel Leguminosen säst du am besten bis Mitte August. Später gesät bilden sie zu wenig Masse, um Unkraut zu unterdrücken.

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Kreuzblütler und Phacelia

Senf, Ölrettich und Phacelia wachsen rasch an und fangen Nitrat. Senf ist die beliebteste und günstigste Begrünungskultur. In Mischungen begrenzt du ihn auf etwa 1 Kilogramm je Hektar, sonst unterdrückt er die anderen Partner, rät die Landwirtschaftskammer. In Fruchtfolgen mit Raps verzichtest du auf Kreuzblütler, weil sie die Kohlhernie fördern.

Zwischenfrüchte gegen Nematoden

Nematodenresistente Ölrettich- und Senfsorten wirken als Feindpflanzen gegen den Rübenzystennematoden: Die Larven dringen in die Wurzeln ein, können sich dort aber nicht fertig entwickeln. Das klappt nur bei früher Saat bis etwa 10. August und dichtem Bestand mit mindestens 160 Pflanzen je Quadratmeter. Gegen Kartoffelzystennematoden helfen sie nicht, diese vermehren sich nur an Nachtschattengewächsen.

Mischungen

Mischungen verbinden die Stärken mehrerer Pflanzenfamilien. Entscheidend ist nicht die Zahl der Arten, sondern dass die Partner zusammenpassen, etwa ein Massebildner mit einer bodendeckenden Art.

Aussaattermin

Nach der Getreideernte ist eine Saat von Ende Juli bis Mitte August meist problemlos. Für spätere Saaten bis Anfang oder Mitte September eignen sich spätsaatverträgliche Arten wie Inkarnatklee und Winterwicke. Du kannst nach der Stoppelbearbeitung drillen, die Zwischenfrucht einstriegeln oder als Untersaat anlegen. Passende Technik findest du im Ratgeber Sämaschine für Direktsaat und Zwischenfrucht. Bei nassem Boden lies vorher Bodenbearbeitung bei Nässe.

Über den Winter frieren Phacelia, Sommerwicke und Alexandrinerklee ab. Phacelia stirbt bei etwa minus 8 Grad. Winterharte Arten wie Grünschnittroggen, Winterwicken oder Winterrübsen bleiben stehen.

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ÖPUL: Begrünung von Ackerflächen – Zwischenfruchtanbau

Laut AMA-Informationsblatt, Stand Oktober 2025, gibt es sieben frei wählbare Varianten:

Variante Anlage spätestens Umbruch frühestens Mischung Prämie je ha
1 10. August nach 70 Tagen, nicht vor 15. September mindestens 5 insektenblütige Partner aus 2 Familien; danach Hauptkultur im Herbst 180 bis 220 €
2 5. August 15. Februar mindestens 7 Partner aus 3 Familien 171 bis 209 €
3 20. August 15. November mindestens 3 Partner aus 2 Familien 108 bis 132 €
4 31. August 15. Februar mindestens 3 Partner aus 2 Familien 153 bis 187 €
5 20. September 1. März mindestens 3 Partner aus 2 Familien 135 bis 165 €
6 15. Oktober 21. März nur Grünschnittroggen, Pannonische Wicke, Zottelwicke, Winterackerbohne, Wintererbse oder Winterrübsen 108 bis 132 €
7 15. September 31. Jänner Begleitsaat im Winterraps, mindestens 3 Partner aus 2 Familien 81 bis 99 €

Garantiert ist jeweils der untere Betrag. Weitere Punkte aus dem Informationsblatt:

  • Du meldest die Varianten 1 bis 3 bis 31. August und die Varianten 4 bis 7 bis 30. September im Mehrfachantrag. Eine Nachfrist gibt es nicht.
  • Während der Begrünung sind mineralische Stickstoffdünger und Pflanzenschutzmittel nicht erlaubt.
  • Ausfallgetreide zählt nicht als Begrünung, Getreide und Mais gelten nicht als Zwischenfrucht. Ausnahme ist Grünschnittroggen in Variante 6.
  • Hebe Rechnung oder Etikett des Saatguts als Nachweis auf.
  • Teilnehmen kannst du ab 1,5 Hektar Ackerfläche. Gleichzeitig mit der Maßnahme „System Immergrün“ geht es nicht.

Die Bedingungen können sich ändern. Verbindlich ist das jeweils aktuelle Informationsblatt der AMA, beraten wird in der Bezirksbauernkammer.

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Häufige Fragen (FAQ)

Welche Zwischenfrucht hilft gegen Nematoden?

Resistente Ölrettich- und Senfsorten senken den Rübenzystennematoden, wenn du bis etwa 10. August und dicht genug säst. Gegen Kartoffelzystennematoden wirken sie nicht.

Welche Zwischenfrüchte frieren im Winter ab?

Phacelia, Sommerwicke und Alexandrinerklee. Phacelia stirbt bei etwa minus 8 Grad. Grünschnittroggen, Winterwicken und Winterrübsen sind winterhart.

Bis wann muss ich säen?

Pflanzenbaulich ideal ist Ende Juli bis Mitte August, spätsaatverträgliche Arten gehen bis Anfang oder Mitte September. Für die ÖPUL-Förderung gilt je Variante ein spätester Anlagetermin zwischen 5. August und 15. Oktober.

Wie viel Förderung gibt es?

Je nach Variante 81 bis 220 Euro je Hektar laut AMA, garantiert ist jeweils der untere Betrag des Prämienbands.

Quellen

Förderbedingungen können sich ändern, verbindlich ist das aktuelle AMA-Informationsblatt. Beitragsbild: Symbolfoto (Pixabay- bzw. Unsplash-Lizenz, freie kommerzielle Nutzung).

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