1.000. Melkroboterbetrieb in Oberösterreich: Moderne Technik stärkt Familienbetriebe
Mitte Oktober wurden bei der Familie Aistleithner in Weitersfelden die Stalltüren geöffnet: Mit der Inbetriebnahme eines neuen Melkroboters wurde der Betrieb zum 1.000. Melkroboterbetrieb in Oberösterreich, der an der Milchleistungsprüfung teilnimmt.
Von LfL, DI Michael Wöckinger
Landesrätin Michaela Langer-Weninger nahm dies zum Anlass für einen Betriebsbesuch im Mühlviertel. Der moderne Bio-Betrieb hält rund 30 Milchkühe, liefert seine Milch an „Zurück zum Ursprung“ und setzt mit der Investition ein klares Zeichen für eine zukunftsorientierte und familienfreundliche Landwirtschaft. Die Entscheidung für den Umstieg vom klassischen Melkstand auf ein automatisches Melksystem wurde bewusst getroffen, um den Arbeitsalltag flexibler zu gestalten und den Familienbetrieb langfristig noch familienfreundlicher zu führen. Moderne Technik soll dabei helfen, körperlich belastende Routinearbeiten zu reduzieren und gleichzeitig mehr Freiräume im täglichen Betriebsablauf zu schaffen.
Digitalisierung in der Milchleistungsprüfung
Ein wichtiger Bestandteil des Pressetermins war die Demonstration der Milchleistungsprüfung. Kontrollassistentin Katharina Hackl zeigte den Gästen die Milchprobenahme mit dem Kombisampler, einem speziellen Probenahmegerät, das bei Melkrobotern eingesetzt wird. Die gewonnenen Daten leisten einen wertvollen Beitrag für Tiergesundheit, Herdenmanagement und Qualitätskontrolle und sind eine wichtige Grundlage für die Weiterentwicklung der heimischen Milchwirtschaft.
„Oberösterreichs Milchbäuerinnen und Milchbauern brauchen nicht nur moderne Technik im Stall, sondern auch verlässliche Partner bei Qualitätssicherung, Tiergesundheit und Zucht. Deshalb unterstützen wir die Arbeit des Landeskontrollverbandes und investieren in die Weiterentwicklung der Leistungsprüfung. Denn Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Sie muss den Betrieben einen konkreten Nutzen bringen und dazu beitragen, unsere hohen Standards in der Lebensmittelproduktion langfristig abzusichern“, betont Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger.
Der LfL OÖ bedankt sich herzlich bei Michaela Langer-Weninger für die Unterstützung und Förderung moderner Technologien im Bereich Milchleistungsprüfung.
Beratungsangebot der LK OÖ nutzen
Die LK OÖ hat speziell zugeschnittene Beratungsangebote sowohl für Betriebe, die vor der Entscheidung stehen einen Melkroboter anzuschaffen, als auch für jene, die die Arbeit mit dem AMS optimieren wollen. Darüber hinaus werden verschiedenen Fragestellungen in Bildungsangeboten bearbeitet.
„Gute Tierkenntnis und Beobachtung sind und bleiben die Grundlage für eine erfolgreiche Milcherzeugung. Die Technik kann unterstützen, wenn sie richtig eingesetzt wird, ersetzt aber nicht die persönliche Betreuung. Deswegen kann auch keineswegs von industrieller Milcherzeugung gesprochen werden“, hebt Präsident Franz Waldenberger die Angebote der LK hervor.
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