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Trockenheit sorgt für spürbar geringere Kartoffelernte - potato harvest field

Trockenheit sorgt für spürbar geringere Kartoffelernte

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Die anhaltende Trockenheit der vergangenen Vegetationsperiode hat in Salzburg deutliche Spuren hinterlassen. Wie der ORF Salzburg berichtet, fällt die heurige Ernte von Speisekartoffeln, im bäuerlichen Sprachgebrauch auch Erdäpfel genannt, voraussichtlich deutlich geringer aus als in durchschnittlichen Jahren. Betroffen sind vor allem Regionen ohne Bewässerungsmöglichkeit, wo die Böden aufgrund der ausbleibenden Niederschläge tiefgründig austrockneten. Die Kartoffelernte gestaltet sich damit in weiten Teilen des Bundeslandes als herausfordernd, wobei die Erträge je nach Standort und Höhenlage stark variieren.

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Witterungsverlauf setzt den Knollen zu

Verantwortlich für die Einbußen ist eine längere Trockenperiode, die in eine kritische Wachstumsphase der Pflanzen fiel. Kartoffeln benötigen während der Knollenbildung und des anschließenden Dickenwachstums eine gleichmäßige Wasserversorgung. Bleibt diese aus, stoppt das Wachstum der Knollen vorzeitig, was sich direkt auf den Gesamtertrag auswirkt. Die Folge sind kleinere Knollen und ein insgesamt reduzierter Hektarertrag. Während frühe Sorten die Trockenheit teilweise noch kompensieren konnten, litten vor allem mittlere und späte Sorten, deren Entwicklungszyklus in die heißesten und niederschlagsärmsten Wochen des Sommers fiel.

Die Situation in Salzburg reiht sich dabei in ein gesamteuropäisches Muster ein, das Landwirte bereits seit mehreren Jahren beobachten. Extreme Wetterlagen mit langen Trockenphasen und hohen Temperaturen nehmen zu. Wie auch andere Kulturen wie beispielsweise die Zuckerrübenernte zeigen, führen Hitze und Wassermangel vielerorts zu spürbaren Ertragseinbußen. Die Betriebe stehen damit vor der Herausforderung, ihre Anbaustrategien an veränderte klimatische Bedingungen anzupassen.

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Qualität bleibt trotz geringerer Mengen stabil

Trotz der mengenmäßigen Einbußen gibt es aus fachlicher Sicht auch positive Aspekte zu vermelden. Die vorhandenen Knollen präsentieren sich qualitativ weitgehend einwandfrei. Die Trockenheit begünstigte vielerorts eine geringere Belastung mit Kraut- und Knollenfäule, da die für die Ausbreitung dieser Pilzkrankheit notwendige Feuchtigkeit fehlte. Auch Fäulniserscheinungen im Lager treten bei trocken geernteten Partien seltener auf. Landwirte berichten von guter Schalenfestigkeit und einem zufriedenstellenden Geschmacksbild der geernteten Ware, was für die Vermarktung als Speisekartoffeln von zentraler Bedeutung ist.

Die Erntearbeiten selbst gestalteten sich in vielen Betrieben als schwierig. Der extrem harte und trockene Boden erschwerte die Rodung, und es musste ein erhöhter technischer Aufwand betrieben werden, um die Knollen verlustarm aus dem Boden zu holen. In einigen Fällen waren zusätzliche Arbeitsgänge nötig, was den Druck auf die ohnehin angespannte wirtschaftliche Situation der Betriebe erhöht. Ähnliche Herausforderungen durch die Witterung mussten in diesem Jahr auch andere Sparten der Pflanzenproduktion bewältigen, etwa Winzer, die mit einer vorzeitigen Weinlese auf die extremen Bedingungen reagierten.

Preisniveau und regionale Vermarktung

Die geringere Erntemenge in Salzburg und anderen betroffenen Anbaugebieten könnte sich auf das Preisniveau für Speisekartoffeln auswirken. Marktbeobachter rechnen damit, dass die verknappte Ware zu höheren Erzeugerpreisen führen könnte. Für die Konsumenten bedeutet dies möglicherweise steigende Preise im Lebensmitteleinzelhandel. Gleichzeitig gewinnt die regionale Vermarktung an Bedeutung. Viele Direktvermarkter und Ab-Hof-Verkäufer in Salzburg können ihre Stammkundschaft weiterhin mit heimischer Ware versorgen, auch wenn das Sortiment aufgrund der geringeren Mengen eingeschränkter ausfallen dürfte.

Für die betroffenen Bauernhöfe stellt die Situation eine erneute Bewährungsprobe dar. Nach Jahren mit wechselhaften Ernten ist die Planungssicherheit gering. Die Investition in Bewässerungstechnik wird vielerorts diskutiert, scheitert jedoch häufig an den hohen Kosten und der Verfügbarkeit von Wasserrechten. Auch der Anbau trockentoleranterer Sorten wird als Anpassungsstrategie geprüft, wenngleich die Züchtung entsprechender Sorten Zeit in Anspruch nimmt und die Marktakzeptanz neuer Sorten erst erarbeitet werden muss.

Ursprüngliche Meldung/Quelle: news.google.com

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Bildquelle: Pixabay (Pixabay-Lizenz, freie kommerzielle Nutzung)

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