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Trockenperiode

Die Trockenperiode bezeichnet in der Agrarmeteorologie und Pflanzenbauwissenschaft einen Zeitraum von mindestens mehreren aufeinanderfolgenden Tagen, in dem die nutzbare Feldkapazität des Bodens in der durchwurzelbaren Schicht signifikant absinkt und die Niederschlagsmenge die potenzielle Evapotranspiration der Kulturpflanzen nicht deckt. Abgegrenzt wird sie von der Dürre durch ihre kürzere Dauer und geringere Intensität; eine einheitliche, normierte Definition existiert jedoch weder in der österreichischen noch in der deutschen Gesetzgebung. In der praktischen Landwirtschaft wird eine Trockenperiode häufig über den pflanzenverfügbaren Bodenwassergehalt, den relativen Transpirationsgrad oder den klimatischen Wasserbilanzwert (Niederschlag minus Verdunstung) quantifiziert.

Agronomisch relevant ist die Trockenperiode vor allem während der Hauptvegetationszeit, da sie das vegetative und generative Wachstum beeinflusst, die Assimilationsleistung reduziert und bei Zusammentreffen mit phänologischen Sensibilitätsphasen (z. B. Blüte, Kornfüllung) Ertragsdepressionen verursachen kann. Im Kontext der Düngeverordnung (DüV) und der ÖPUL-Maßnahmen ist die Trockenperiode ein planungsrelevanter Faktor für die Stickstoffdüngung, da eine verminderte Bodenfeuchte die Nährstoffmobilisierung und -aufnahme verändert. Für die Bewertung von Beregnungsbedarf und Versicherungsfällen (Mehrgefahrenversicherung) dienen definierte Schwellenwerte der Bodenfeuchte oder der klimatischen Wasserbilanz als objektive Kriterien.

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