Erdmandelgras bedroht Ackerflächen: Landwirte fordern wirksame Bekämpfungsstrategien
Das Erdmandelgras breitet sich in Deutschland rasant aus und macht Äcker zunehmend unbrauchbar. Der WDR berichtet über die wachsende Bedrohung durch dieses invasive Ungras, das selbst mit herkömmlichen Methoden kaum in den Griff zu bekommen ist. Betroffene Landwirte schlagen Alarm, denn die Erträge sinken drastisch, während die Bekämpfungskosten explodieren.
Eine unsichtbare Gefahr unter der Erde
Das Erdmandelgras (Cyperus esculentus) vermehrt sich nicht nur über Samen, sondern vor allem über unterirdische Ausläufer und Knöllchen. Diese sogenannten Erdmandeln können jahrelang im Boden überdauern und werden durch Bodenbearbeitung weiter verbreitet. Experten weisen darauf hin, dass eine einmal befallene Fläche oft über Jahre hinweg landwirtschaftlich kaum nutzbar ist. Besonders betroffen sind Mais- und Kartoffeläcker, aber auch im Getreideanbau breitet sich das Ungras aus.
Bekämpfung gestaltet sich schwierig
Die chemische Bekämpfung ist aufgrund von Resistenzen und fehlender Zulassungen vieler Wirkstoffe nur eingeschränkt möglich. Mechanische Verfahren wie häufiges Hacken oder Pflügen können die Verbreitung sogar fördern, da die Knöllchen verschleppt werden. Landwirte berichten von Ertragseinbußen von bis zu 80 Prozent auf stark befallenen Flächen. Die Fruchtfolge muss angepasst werden, oft mit wirtschaftlichen Verlusten verbunden.
Forderung nach Forschung und Unterstützung
Angesichts der zunehmenden Verbreitung fordern Bauernverbände mehr Forschungsgelder für biologische Bekämpfungsansätze und eine Anpassung der Pflanzenschutzmittel-Zulassung. Auch der Einsatz von Nützlingen oder speziellen Bodenpilzen wird diskutiert. Ohne wirksame Gegenmaßnahmen droht laut Agrarexperten eine schleichende Unfruchtbarkeit ganzer Ackerregionen. Die Politik ist gefordert, den betroffenen Landwirten mit praktikablen Lösungen zu helfen.
Bildquelle: Pixabay (Unter der freien Pixabay-Lizenz verifiziert für kommerzielle und nicht-kommerzielle Nutzung)
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