Weinbau
Der Weinbau bezeichnet die landwirtschaftliche Kultur der Weinrebe (Vitis vinifera) zur Erzeugung von Trauben, die primär der Weinherstellung dienen. Im Kern umfasst der Weinbau die standortangepasste Sortenwahl, die Bodenbearbeitung, die Reberziehung sowie die Durchführung von Laubarbeiten und Pflanzenschutzmaßnahmen. Die Bewirtschaftung erfolgt in Österreich und Deutschland überwiegend nach den Vorgaben der jeweiligen Weinrechtsverordnungen, die unter anderem die Herkunftsbezeichnung, die zulässigen Rebsorten und die Mostgewichte regeln. Rechtlich ist der Weinbau durch das Weingesetz sowie durch die EU-Weinmarktordnung determiniert, die unter anderem Anbauregelungen, Rodungsprämien und Pflanzrechte definiert. Aus agrarökologischer Sicht ist der Weinbau durch die Düngeverordnung und die Vorgaben des integrierten Pflanzenschutzes reguliert. Die Produktionstechnik reicht von der konventionellen Bewirtschaftung bis hin zu ökologischen Verfahren, die nach der EU-Öko-Verordnung zertifiziert sind. Die Ertragsmenge und -qualität werden maßgeblich durch das Mikroklima, die Bodenbeschaffenheit und das Rebschnittsystem beeinflusst. Die Weinlese erfolgt in der Regel maschinell oder händisch, wobei der Lesezeitpunkt entscheidend für das Zucker-Säure-Verhältnis der Trauben ist.

