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Hagelschäden in der Landwirtschaft: Versicherungslücken und Anpassungsstrategien im Fokus - hail damage agriculture

Hagelschäden in der Landwirtschaft: Versicherungslücken und Anpassungsstrategien im Fokus

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Die jüngsten Hagelunwetter haben in der Landwirtschaft erhebliche Schäden verursacht. Betroffen sind vor allem Obst- und Weinbau, aber auch Getreide- und Maiskulturen. Laut Berichten der Kleinen Zeitung stehen viele Betriebe vor existentiellen Herausforderungen. Die Schäden sind regional unterschiedlich, aber in einigen Gebieten sind ganze Ernten vernichtet worden.

Versicherungslücken: Viele Betriebe nicht ausreichend geschützt

Ein großer Teil der landwirtschaftlichen Flächen ist nicht oder nur unzureichend gegen Hagel versichert. Nur etwa 30 Prozent der Ackerflächen in Österreich sind gegen Hagel versichert, im Obst- und Weinbau liegt die Quote höher. Die Prämien sind in den letzten Jahren gestiegen, was viele Betriebe vor die Wahl stellt: hohe Kosten oder hohes Risiko. Die Hagelversicherung selbst betont, dass die Schadenssumme in die Millionen gehen wird. Für viele Betriebe bedeutet das eine finanzielle Zäsur, die durch staatliche Hilfen nur teilweise abgefedert werden kann.

Anpassungsstrategien: Hagelnetze und resistentere Sorten

Im Obst- und Weinbau setzen immer mehr Betriebe auf Hagelnetze. Diese Investitionen sind jedoch teuer und nicht für alle Kulturen geeignet. Die Kosten für Hagelnetze liegen bei mehreren tausend Euro pro Hektar. Zudem müssen sie regelmäßig gewartet werden. In der Landwirtschaft wird daher auch über den Anbau resistenterer Sorten diskutiert. Allerdings sind diese oft weniger ertragreich oder haben andere Nachteile. Die Forschung arbeitet an neuen Züchtungen, die widerstandsfähiger gegen Extremwetter sind, aber bis zur Marktreife vergehen Jahre.

Klimawandel: Häufigere Extremwetterereignisse fordern die Landwirtschaft

Die Hagelschäden sind ein weiteres Indiz für die zunehmenden Extremwetterereignisse im Zuge des Klimawandels. Die Anzahl der Hageltage hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen. Landwirte müssen sich langfristig auf veränderte Bedingungen einstellen. Dazu gehören nicht nur Hagel, sondern auch Dürre, Starkregen und Spätfröste. Die Politik ist gefordert, Anpassungsmaßnahmen zu fördern und die Risikovorsorge zu verbessern. Einige fordern eine Pflichtversicherung für Elementarschäden, andere setzen auf staatliche Ausgleichszahlungen. Die Debatte ist eröffnet.

Bildquelle: Pixabay (Unter der freien Pixabay-Lizenz verifiziert für kommerzielle und nicht-kommerzielle Nutzung)

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