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Silomais

Silomais bezeichnet die gesamte oberirdische Biomasse der Maispflanze (Zea mays L.), die im Stadium der Teig- bis Gelbreife mittels Feldhäcksler geerntet, gehäckselt und unter Ausschluss von Luftsauerstoff zu Ganzpflanzensilage konserviert wird. Der Anbau dient in Österreich und Deutschland im Jahr 2026 vorrangig der Grundfutterproduktion für Wiederkäuer sowie als Substrat für Biogasanlagen. Der optimale Erntezeitpunkt wird über den Trockenmassegehalt (TM) bestimmt, der je nach Sorte und Standort zwischen 28 und 35 Prozent liegt. Aus pflanzenbaulicher Sicht ist die Stickstoffdüngung streng nach den Vorgaben der Düngeverordnung (DüV) zu bemessen, wobei insbesondere in nitratsensitiven Gebieten die ÖPUL-Maßnahmen (z. B. reduzierte Düngung, Zwischenfruchtanbau) zu beachten sind. Die Silierung erfordert eine hohe Verdichtungsdichte und sofortige luftdichte Abdeckung, um Fehlgärungen (z. B. Buttersäuregärung) und Nährstoffverluste zu vermeiden. Die Futterqualität wird anhand des Stärkegehalts, der Energiegehalte (Nettoenergie Laktation, NEL) und der Verdaulichkeit der Restpflanze bewertet und ist maßgeblich für die Rationsgestaltung in der Milchvieh- und Mastrinderhaltung. Die rechtlichen Rahmenbedingungen zum Schutz von Gewässern und Biodiversität sind im aktuellen GAP-Strategieplan 2023–2027 integriert und für den Silomaisanbau verbindlich.