Sikawild
Sikawild bezeichnet in der jagdlichen und landwirtschaftlichen Terminologie den Sikahirsch (Cervus nippon), eine mittelgroße Hirschart aus Ostasien. In Mitteleuropa wurde Sikawild im 19. und 20. Jahrhundert als Jagdwild eingebürgert und ist in einigen Regionen Deutschlands und Österreichs etabliert, insbesondere in geschlossenen Gehegen oder freilebenden Populationen. Das Erscheinungsbild ist gekennzeichnet durch ein rostbraunes Sommerfell mit weißen Flecken und ein graubraunes Winterfell; der Brunftschrei unterscheidet sich von dem des Rothirsches. In der Land- und Forstwirtschaft kann Sikawild durch Verbiss, Fegen und Schälen von Rinde, insbesondere in jungen Kulturen, wirtschaftliche Schäden verursachen. Die Bejagung unterliegt den landesspezifischen Jagdgesetzen; in Deutschland und Österreich wird Sikawild je nach Bundesland als jagdbare Art geführt, wobei Abschusspläne und Hegekonzepte zur Bestandsregulierung angewendet werden. Die artgerechte Haltung in Gehegen erfordert die Einhaltung tierschutzrechtlicher Vorschriften mit Stand 2026.


