Lexikon-Begriffe

Archiv: Lexikon-Begriffe

Hagelnetze

Hagelnetze sind technische Schutzsysteme im Obst-, Wein- und Gemüsebau, die aus horizontal oder schräg über den Kulturpflanzen angebrachten, reißfesten Kunststoffnetzen bestehen. Sie dienen primär der passiven Hagelabwehr, indem sie die kinetische Energie fallender Hagelkörner absorbieren und so mechanische Schäden an...

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Ammoniumnitrat

Ammoniumnitrat (NH₄NO₃) ist ein anorganisches, wasserlösliches Stickstoffdüngemittel, das in der landwirtschaftlichen Pflanzenproduktion zur Deckung des Stickstoffbedarfs von Kulturpflanzen eingesetzt wird. Die chemische Verbindung besteht aus Ammonium- (NH₄⁺) und Nitrat-Ionen (NO₃⁻), wobei der Stickstoffgehalt in handelsüblichen...

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Harnstoff

Harnstoff (Carbamid, CH₄N₂O) ist ein synthetischer, nicht-proteinogener Stickstoffdünger mit einem Stickstoffgehalt von 46,4 %. Er wird durch die Reaktion von Ammoniak und Kohlendioxid unter hohem Druck und hoher Temperatur hergestellt. In der Landwirtschaft dient Harnstoff als wichtigster mineralischer Stickstoffdünger,...

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Straße von Hormus

Die Straße von Hormus ist im landwirtschaftlichen Kontext des Jahres 2026 keine geografische oder biologische Bezeichnung, sondern ein geopolitischer und logistischer Begriff. Sie bezeichnet die Meerenge zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman, durch die ein erheblicher Anteil der globalen Rohöl- und Flüssiggas-Transporte...

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Agrarkrisenfonds

Der Agrarkrisenfonds ist ein spezifisches, zweckgebundenes Finanzinstrument der landwirtschaftlichen Risikovorsorge, das auf nationaler oder supranationaler Ebene (z. B. im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU) eingerichtet wird. Seine primäre Funktion besteht in der Bereitstellung von Liquidität für landwirtschaftliche...

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Düngemittelaktionsplan

Der Düngemittelaktionsplan ist ein verbindliches, betriebsspezifisches Dokument, das die bedarfsgerechte und umweltschonende Ausbringung von Düngemitteln regelt. Er basiert auf den Vorgaben der Düngeverordnung (DüV) in ihrer Fassung von 2025 und ist für landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland und Österreich verpflichtend,...

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Winteraussaat

Die Winteraussaat bezeichnet im Ackerbau die Aussaat von Kulturpflanzenarten im Herbst, die eine Vernalisation benötigen, um im darauffolgenden Jahr in die generative Phase überzugehen. Zu den typischen Kulturen zählen Winterweizen, Wintergerste, Winterroggen und Winterraps. Der optimale Aussaatzeitpunkt liegt in Mitteleuropa,...

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Stickstoffdünger

Stickstoffdünger sind landwirtschaftliche Betriebsmittel, die Pflanzen mit dem Hauptnährelement Stickstoff (N) versorgen. Chemisch betrachtet handelt es sich überwiegend um anorganische Verbindungen wie Ammoniumnitrat, Harnstoff, Kalkammonsalpeter oder Ammoniumsulfat, die durch technische Synthese (Haber-Bosch-Verfahren)...

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Bodenhaltung

Die Bodenhaltung ist ein Haltungssystem für landwirtschaftliche Nutztiere, insbesondere für Legehennen, das im Jahr 2026 in Österreich und Deutschland primär durch die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung sowie die EU-weite Richtlinie 1999/74/EG definiert wird. Sie stellt eine Haltungsform dar, bei der die Tiere in...

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Tierwohl

Der Begriff Tierwohl bezeichnet im landwirtschaftlichen Kontext den physischen und psychischen Zustand eines Nutztieres, der durch das Zusammenwirken von Haltungsumwelt, Fütterung, Gesundheitsvorsorge und artgemäßen Verhaltensmöglichkeiten bestimmt wird. Maßgeblich ist der wissenschaftliche Konsens, der auf den fünf...

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