CTF (Controlled Traffic Farming)
CTF (Controlled Traffic Farming), zu Deutsch „kontrollierter Fahrspurpflanzenschutz“ oder „Fahrspurmanagement“, bezeichnet ein Anbausystem, bei dem alle landwirtschaftlichen Maschinen (Traktoren, Erntemaschinen, Anbaugeräte) während der gesamten Fruchtfolge auf permanenten, festgelegten Fahrspuren (Gassen) geführt werden. Ziel ist es, die mechanische Bodenbelastung durch Überfahrten auf maximal 15–20 % der Ackerfläche zu begrenzen. Die Fahrgassen werden dauerhaft mit Hilfe von Lenksystemen (RTK-GPS) mit einer Genauigkeit von ±2 cm eingehalten. Der nicht befahrene Bereich (ca. 80–85 % der Fläche) bleibt dauerhaft unverdichtet, was die Bodenstruktur, das Porenvolumen und die Wasserinfiltration verbessert. Die Fahrgassen selbst werden häufig mit einer dauerhaften Begrünung oder einer speziellen Tragschicht versehen, um die Befahrbarkeit zu erhalten. CTF ist technisch an die Spurweite der Maschinen gebunden; üblich sind Systeme mit 3 m oder 4,5 m Arbeitsbreite. In Österreich und Deutschland wird CTF im Rahmen des ÖPUL 2023–2027 (UBB, vorbeugender Grundwasserschutz) sowie der Düngeverordnung (DüV) als Maßnahme zur Reduzierung von Nährstoffausträgen und zur Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit anerkannt. Die Wirtschaftlichkeit hängt stark von der Betriebsgröße und der vorhandenen Maschinenausstattung ab.


