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Shamonda-Virus bei Rindern in Salzburg: Erster Nachweis in Österreich - cattle barn

Shamonda-Virus bei Rindern in Salzburg: Erster Nachweis in Österreich

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In Salzburg ist erstmals in Österreich das Shamonda-Virus bei Rindern nachgewiesen worden. Der Erreger gehört zur Gruppe der Simbu-Serogruppe innerhalb der Orthobunyaviren und wird über stechende Insekten wie Gnitzen übertragen. Der Nachweis erfolgte im Zuge von Routineuntersuchungen, wie die zuständigen Behörden mitteilten. Für den Menschen gilt das Virus als ungefährlich, auch von einer direkten Übertragung zwischen Rindern geht nach aktuellem Kenntnisstand keine Gefahr aus. Dennoch wirft der Fund Fragen zur Ausbreitung von durch Vektoren übertragenen Krankheiten auf, die durch veränderte Klimabedingungen begünstigt werden.

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Erregerprofil und Übertragungswege

Das Shamonda-Virus befällt vor allem Wiederkäuer und kann bei infizierten Tieren zu milden klinischen Symptomen führen. Typische Anzeichen sind ein kurzzeitiger Fieberanstieg, reduzierte Futteraufnahme und ein Rückgang der Milchleistung. In einigen Fällen berichten Tierärzte von Durchfall oder Entzündungen der Maulschleimhaut. Schwere Krankheitsverläufe mit Todesfällen sind bislang nicht dokumentiert. Die Übertragung erfolgt durch blutsaugende Gnitzen der Gattung Culicoides, die sich in feuchtwarmen Sommern massenhaft vermehren können. Diese Insekten sind auch für die Verbreitung der Blauzungenkrankheit verantwortlich, die in den vergangenen Jahren wiederholt für Probleme in österreichischen und bayerischen Beständen sorgte.

Experten weisen darauf hin, dass das Virus bereits in Afrika, Australien und Teilen Südeuropas zirkuliert. Der Nachweis in Salzburg deutet darauf hin, dass sich das Verbreitungsgebiet weiter nach Norden verschiebt. Als wahrscheinlichster Eintragsweg gilt der Transport infizierter Tiere aus Endemiegebieten oder der Eintrag durch infizierte Gnitzen, die mit Windströmungen über weite Distanzen verfrachtet werden können. Für die heimische Landwirtschaft bedeutet dies eine neue Herausforderung bei der Überwachung von Tiergesundheit, insbesondere in den wärmeren Regionen des Landes.

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Bedeutung für die Rinderhaltung in Salzburg

Für Rinderhalter in Salzburg und den angrenzenden Regionen ist der Fund zunächst eine Information, die keine unmittelbaren Handlungspflichten auslöst. Das Virus ist in Österreich nicht anzeigepflichtig, und es bestehen keine Handelsbeschränkungen für betroffene Betriebe. Landwirte sollten jedoch verstärkt auf den Gesundheitszustand ihrer Herden achten und ungewöhnliche Symptome ihrem Hoftierarzt melden. Eine spezifische Therapie gegen das Shamonda-Virus existiert nicht; die Behandlung beschränkt sich auf die Linderung der klinischen Symptome. Sekundärinfektionen sollten durch eine gute Stallhygiene vermieden werden.

Die Märkte in der Region zeigen sich von dem Seuchengeschehen bislang unbeeinflusst. Vielmehr richtet sich der Blick der Tierhalter auf vorbeugende Maßnahmen: Der Einsatz von Insektiziden im Stallbereich, das Aufstellen von Fallen und das Verbringen der Tiere in geschützte Bereiche während der Dämmerungszeiten können den Infektionsdruck reduzieren. In Gebieten mit hoher Gnitzenpopulation empfehlen Tiergesundheitsdienste zudem Impfungen gegen verwandte Viren, sofern entsprechende Vakzinen verfügbar sind.

Diagnostik und Überwachung

Der Nachweis des Shamonda-Virus erfolgt über molekularbiologische Verfahren wie die Polymerase-Kettenreaktion (PCR) oder über den Nachweis spezifischer Antikörper im Blutserum. Die zuständigen Landesveterinärdirektionen haben ihre Überwachungsaktivitäten im Zuge des Fundes intensiviert. Blutproben aus verdächtigen Beständen werden zentral in den staatlichen Untersuchungseinrichtungen analysiert. Tierhalter, die einen Verdacht schöpfen, können ihre Tiere kostenlos untersuchen lassen, sofern die klinische Symptomatik den Verdacht auf eine Vektorinfektion rechtfertigt.

Die Trockenheit der vergangenen Jahre hat die Diskussion um die Tiergesundheit in Salzburg zusätzlich beeinflusst: Gestresste Tiere mit geschwächtem Immunsystem sind anfälliger für Infektionen. Gleichzeitig begünstigen trockene, warme Perioden die Vermehrung von Gnitzen in feuchten Mikrohabitaten entlang von Gewässern und in Stallnähe. Tierärzte raten daher zu einem ganzheitlichen Herdenmanagement, das Hygiene, Fütterung und Vorsorge gleichermaßen berücksichtigt.

Ursprüngliche Meldung/Quelle: news.google.com

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Bildquelle: Pixabay (Pixabay-Lizenz, freie kommerzielle Nutzung)

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Rindergesundheit, Salzburg, Shamonda-Virus, Tierhaltung, Vektorerkrankung

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