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Schweinepreis

Der Schweinepreis bezeichnet den in der landwirtschaftlichen Erzeugerstufe erzielten Marktpreis für Schlachtschweine, der in der Regel je Kilogramm Schlachtgewicht (SG) in der Handelsklasse E (nach EUROP-Klassifizierung) notiert wird. Er bildet die zentrale ökonomische Bezugsgröße für die Wirtschaftlichkeit der Schweinemast und wird maßgeblich durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem europäischen Binnenmarkt bestimmt. Die Preisbildung erfolgt überwiegend über wöchentliche Notierungen der Vieh- und Fleischbörsen, wobei die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) in Deutschland sowie die AMA (Agrarmarkt Austria) in Österreich als neutrale Berichtsstellen fungieren. Wesentliche Einflussfaktoren sind die Futtergetreide- und Sojakosten, die saisonale Schlachtaktivität, die Exportnachfrage aus Drittländern sowie die aktuelle Seuchenlage, insbesondere hinsichtlich der Afrikanischen Schweinepest (ASP). Rechtlich relevant ist der Schweinepreis als Referenzwert für vertragliche Preisgleitklauseln zwischen Erzeugern und Schlachtunternehmen sowie für die Berechnung von Ausgleichszahlungen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Die Preisfeststellung erfolgt auf Basis standardisierter Handelsklassen und Gewichtsklassen, um eine objektive Vergleichbarkeit der Schlachtkörperqualität zu gewährleisten.