Schweinepreise-Verfall fordert erstes großes Opfer: Schweinezucht-Riese insolvent
Der anhaltende Verfall der Schweinepreise hat nun ein erstes großes Opfer gefordert: Die Geestferkel GmbH, ein XXL-Schweinehalter mit mehreren tausend Mastplätzen, musste Insolvenz anmelden. Die wirtschaftlichen Belastungen des Betriebs aus aus Wildeshausen, mit Standorten in vier deutschen Bundesländern, wurde für den Betrieb nicht mehr tragbar gewesen. Diese Entwicklung wirft ein Schlaglicht auf die prekäre Lage vieler Schweinemäster in Deutschland, die unter steigenden Kosten und sinkenden Erlösen ächzen.
Ein Betrieb mit Dimensionen, die ins Wanken geraten
Bei dem insolventen Unternehmen handelt es sich um einen Großbetrieb mit 21.900 Sauen, dazu rund 3000 Mastschweine, der über Jahre hinweg als Musterbeispiel für effiziente Schweineproduktion galt. Die Insolvenz zeigt, dass selbst Betriebe mit hohen Stückzahlen und moderner Technik nicht immun gegen die derzeitige Marktkrise sind. Immer mehr Betriebe stehen vor der Frage, ob sie die Produktion drosseln oder ganz aufgeben müssen. Die Ursachen für den Preisverfall sind vielschichtig: Überproduktion in der EU, rückläufige Exporte nach China und eine stagnierende Inlandsnachfrage treiben die Notierungen nach unten. Die Produktionskosten hingegen steigen – Futter, Energie und Tierarztkosten belasten die Kalkulation massiv.
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