Futterzwischenfrüchte
Futterzwischenfrüchte sind landwirtschaftliche Kulturpflanzen, die in der Zeit zwischen der Ernte der Hauptfrucht und der Aussaat der Folgefrucht angebaut werden, um als Viehfutter genutzt zu werden. Sie dienen der Ganzpflanzenernte, meist als Silage oder Grünfutter, und werden häufig aus Leguminosen (z. B. Futtererbsen, Kleearten), Gräsern (z. B. Deutsches Weidelgras) oder Kreuzblütlern (z. B. Raps, Senf) als Reinbestand oder Gemenge etabliert. Der Anbau erfolgt im Spätsommer oder Herbst, wobei die Biomasse je nach Witterung vor dem Winter oder im zeitigen Frühjahr geerntet wird. Agronomisch verbessern Futterzwischenfrüchte die Bodenstruktur, reduzieren Nitratauswaschung, unterbrechen Schaderregerketten und tragen zur Gründüngung bei. Rechtlich sind sie in Österreich und Deutschland nach dem Jahr 2026 weiterhin förderfähig im Rahmen von Agrarumweltprogrammen wie ÖPUL und unterliegen den Vorgaben der Düngeverordnung, insbesondere hinsichtlich Stickstoffausnutzung und Sperrfristen. Der Begriff grenzt sich von Zwischenfrüchten zur reinen Gründüngung oder zum Futternachbau ab, da der Fokus auf der Futtergewinnung liegt.

