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Agrarwirtschaft

Agrarwirtschaft bezeichnet die Gesamtheit aller wirtschaftlichen Tätigkeiten, die der Erzeugung, Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte dienen. Sie umfasst die Urproduktion (Pflanzenbau, Tierhaltung, Gartenbau, Weinbau, Forstwirtschaft sowie Fischerei und Aquakultur), die vor- und nachgelagerten Sektoren wie Saatgut-, Dünge- und Futtermittelwirtschaft, Landtechnik, Ernährungsindustrie und Agrarlogistik sowie die damit verbundenen Dienstleistungen. Der Begriff ist weiter gefasst als der der Landwirtschaft und schließt den Agrarhandel sowie die Erzeugung nachwachsender Rohstoffe ein.

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Rechtlich unterliegt die Agrarwirtschaft in Österreich und Deutschland sektorspezifischen Regelungen, darunter die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union, das österreichische Agrarrechtsänderungsgesetz, das Landwirtschaftsgesetz, die Düngeverordnung sowie Förderprogramme wie ÖPUL. Betriebswirtschaftlich ist sie durch hohe Kapitalintensität, Witterungsabhängigkeit, lange Produktionszyklen und eine zunehmende Digitalisierung gekennzeichnet. Im Jahr 2026 trägt sie wesentlich zur Nahrungsmittelversorgung, zur Wertschöpfung im ländlichen Raum und zur Bereitstellung erneuerbarer Energien bei.

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