Düngerpreise

Düngerpreise bezeichnen die Marktpreise für mineralische und organische Düngemittel, die Landwirte beim Erwerb von Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphat, Kali, Schwefel oder Kalk aufwenden. Sie bilden sich auf internationalen Rohstoff- und Energiemärkten sowie über Angebot und Nachfrage im Groß- und Einzelhandel. Wesentliche Kostentreiber sind die Preise für Erdgas als Ausgangsstoff der Ammoniaksynthese, für Rohphosphate und Kalisalze, ferner Frachtraten, Wechselkurse und die Auslastung der Produktionsanlagen. In Österreich und Deutschland unterliegen Düngemittel zusätzlich den Vorgaben der Düngeverordnung, der EU-Nitratrichtlinie sowie nationaler Aktionsprogramme, die Mengen und Ausbringungszeiträume regeln und damit die Nachfrage beeinflussen. Die Preise werden je Tonne Reinnährstoff oder je Tonne Handelsware angegeben und schwanken saisonal, abhängig von der Düngesaison im Frühjahr und Herbst. Für landwirtschaftliche Betriebe stellen sie einen erheblichen Kostenfaktor der pflanzlichen Produktion dar und wirken über die Kalkulation der Produktionskosten auf die Wirtschaftlichkeit von Ackerbau und Grünlandbewirtschaftung.

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