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Multiplikatorinnen

Der Begriff Multiplikatorinnen bezeichnet in der Agrarwirtschaft weibliche Fachkräfte, die in der landwirtschaftlichen Beratung, Aus- und Weiterbildung sowie im Wissenstransfer tätig sind und erworbenes Fachwissen systematisch an Betriebsleiterinnen, Betriebsleiter, Arbeitskräfte und Auszubildende weitergeben. Zu den Aufgaben zählen die eigenverantwortliche Konzeption und Durchführung von Schulungen, Feldtagen, Seminaren und Arbeitskreisen, die Erstellung fachlicher Informationsmaterialien sowie die Anwendung und Vermittlung rechtlicher Vorgaben, etwa der Düngeverordnung, des österreichischen Agrarumweltprogramms ÖPUL oder einschlägiger Pflanzenschutz- und Tierhaltungsvorschriften. Multiplikatorinnen sind überwiegend bei landwirtschaftlichen Beratungsstellen, Bildungseinrichtungen, Maschinenringen, Erzeugergemeinschaften oder wissenschaftlichen Institutionen beschäftigt; ihre Tätigkeit setzt in der Regel ein einschlägiges Studium, eine Meister- oder Fachschulausbildung sowie methodisch-didaktische Kompetenzen voraus.

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Die Wirksamkeit des Wissenstransfers durch Multiplikatorinnen wird in der agrarwissenschaftlichen Literatur als wesentlicher Faktor für die Umsetzung innovativer Verfahren, die Einhaltung gesetzlicher Standards und die betriebliche Effizienz beschrieben. Die Funktion ist geschlechtsneutral definiert; die feminine Bezeichnung wird verwendet, wenn ausschließlich weibliche Personen gemeint sind, während die männliche Form Multiplikatoren lautet. In der amtlichen Statistik und in Förderprogrammen werden Multiplikatorinnen und Multiplikatoren als eigenständige Berufsgruppe im Bereich der landwirtschaftlichen Beratung und Bildung erfasst.

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