AgrarBarometer
Das AgrarBarometer bezeichnet ein Instrument der agrarpolitischen Berichterstattung und Datenaggregation, das in Österreich und Deutschland seit den 2020er-Jahren eingesetzt wird, um die wirtschaftliche Lage land- und forstwirtschaftlicher Betriebe anhand standardisierter Kennzahlen abzubilden. Es basiert auf einer regelmäßigen, meist quartalsweisen Erhebung betriebswirtschaftlicher Daten – etwa Deckungsbeiträge, Produktionskosten, Erzeugerpreise, Investitionsneigung und Einkommensentwicklung –, die aus Buchführungsabschlüssen, Erzeugerpreismeldungen und betrieblichen Befragungen stammen. Die Ergebnisse werden zu einem Index verdichtet, der die konjunkturelle Entwicklung des Agrarsektors im Zeitverlauf und im regionalen Vergleich darstellt.
Rechtlich und methodisch stützt sich das AgrarBarometer in Österreich auf das Landwirtschaftliche Informationssystem sowie auf Erhebungen der Statistik Austria, in Deutschland auf die Testbetriebsnetze des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und die Erhebungen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder. Die Daten unterliegen den geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere der DSGVO, sowie den statistischen Geheimhaltungsvorschriften. Das AgrarBarometer dient als Informationsgrundlage für betriebliche Entscheidungen, für die agrarökonomische Forschung und für die Erfüllung Berichtspflichten gegenüber der Europäischen Union im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik.
