Feldfutter

Feldfutter bezeichnet im Ackerbau angebaute Pflanzenbestände, die als Ganzpflanze oder in Teilen als Grundfutter für Nutztiere, vorrangig Wiederkäuer, verwendet werden. Im Gegensatz zum Dauergrünland werden Futterpflanzen wie Kleegrasgemenge, Luzerne, Silomais, Futterrüben oder Ackerbohnen im Rahmen einer Fruchtfolge auf Ackerflächen kultiviert. Der Anbau dient der Sicherung von Futtervorräten (Silage, Heu) und kann je nach Kultur zur Bodenverbesserung, Humusanreicherung oder Stickstoffbindung beitragen. In der landwirtschaftlichen Praxis unterliegt die Bewirtschaftung von Feldfutterbeständen Bestimmungen der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP), insbesondere hinsichtlich ökologischer Vorrangflächen und Greening-Auflagen, sowie der Düngeverordnung zur Nährstoffbilanzierung. Feldfutter ist ein zentraler Bestandteil der innerbetrieblichen Futtererzeugung und kann sowohl im konventionellen als auch im ökologischen Landbau eingesetzt werden. Der Anbauumfang unterliegt standortspezifischen Bedingungen und wirtschaftlichen Erwägungen.