Maststall
Ein Maststall ist ein landwirtschaftliches Gebäude, das der intensiven Haltung von Nutztieren zur Fleischerzeugung dient. Die bauliche und technische Ausführung unterliegt den im Jahr 2026 geltenden Vorschriften des Baurechts, des Tierschutzgesetzes sowie der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft). Je nach Tierart (z. B. Schweine, Rinder, Geflügel) und angestrebter Mastdauer sind die Haltungssysteme unterschiedlich ausgestaltet. In der Schweinemast sind Vollspaltenböden, Teilspaltenböden oder planbefestigte Liegebereiche mit Einstreu gebräuchlich, während in der Rindermast häufig Buchten mit planbefestigten Liegeflächen und Spaltenboden im Laufbereich verwendet werden.
Die Lüftung in Mastställen erfolgt über mechanische Zu- und Abluftsysteme, um eine konstante Temperatur- und Feuchteregulierung zu gewährleisten. Emissionsminderungsmaßnahmen wie Luftwäscher oder Güllebelüftungssysteme sind nach dem Stand der Technik im Jahr 2026 weit verbreitet, um Ammoniak- und Geruchsemissionen zu reduzieren. Rechtliche Grundlagen bilden die Düngeverordnung (DüV) und das Immissionsschutzrecht, die die Lagerung und Ausbringung der anfallenden Wirtschaftsdünger regeln. Die maximale Besatzdichte variiert je nach Tierart und Haltungsform; in der konventionellen Schweinemast sind etwa 0,75 m² pro Mastschwein üblich, während in der ökologischen Erzeugung größere Flächen und Auslauf vorgeschrieben sind.

