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Österreichs Bauern zwischen Spätfrost und asiatischen Erntehelfern - frost damage orchard

Österreichs Bauern zwischen Spätfrost und asiatischen Erntehelfern

Die heimische Landwirtschaft steht vor einer doppelten Herausforderung: Während Spätfrost im Frühjahr massive Schäden an Obst- und Weinbau verursacht hat, droht nun ein Mangel an Erntehelfern aus Asien. Die Situation spitzt sich zu, denn viele Betriebe sind auf die Arbeitskräfte aus Drittstaaten angewiesen, um die Ernte einzubringen.

Spätfrost: Millionenverluste in Obst- und Weinbau

In der Nacht auf den 23. April sanken die Temperaturen in weiten Teilen Österreichs unter den Gefrierpunkt. Besonders betroffen waren die Steiermark, das Burgenland und Niederösterreich. Laut der Landwirtschaftskammer Österreich (LKÖ) sind die Schäden enorm: Bis zu 80 Prozent der Apfelernte in manchen Regionen sind vernichtet, auch die Weinlese fällt vielerorts geringer aus. „Das ist eine Katastrophe für viele Familienbetriebe“, sagt Josef Moosbrugger, Präsident der LKÖ. Die genauen Schadenssummen werden noch erhoben, erste Schätzungen gehen von über 50 Millionen Euro aus.

Erntehelfer aus Asien: Bürokratie bremst

Parallel zum Frostproblem kämpfen die Bauern mit einem Engpass bei Saisonarbeitskräften. Traditionell kommen viele Erntehelfer aus Vietnam, Thailand und den Philippinen. Doch die Visavergabe stockt. „Die Botschaften arbeiten auf Hochtouren, aber die Anträge sind komplex“, berichtet ein Sprecher des Außenministeriums. Dabei sind die Helfer dringend nötig: Für die Spargelernte, den Erdbeeranbau und den Weinbau werden tausende Arbeitskräfte benötigt. „Ohne sie können wir die Ernte nicht einbringen“, warnt Moosbrugger. Die LKÖ fordert daher vereinfachte Verfahren und schnellere Bearbeitungszeiten.

Existenzängste und Zukunftssorgen

Die Kombination aus Frostschäden und Personalmangel bringt viele Betriebe an ihre Grenzen. „Wir haben heuer doppelt Pech“, sagt ein steirischer Obstbauer. „Erst der Frost, dann die fehlenden Helfer. So können wir nicht überleben.“ Die Politik ist gefordert: Während das Landwirtschaftsministerium Hilfszahlungen prüft, mahnen die Bauernvertreter langfristige Lösungen an. „Wir brauchen eine verlässliche Versorgung mit Arbeitskräften und bessere Risikovorsorge gegen Extremwetter“, so Moosbrugger. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob die Ernte gesichert werden kann – und ob die Betriebe die Verluste verkraften.

Bildquelle: Unsplash (Unter der freien Unsplash-Lizenz verifiziert für kommerzielle und nicht-kommerzielle Nutzung)

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