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Weidetierhaltung

Die Weidetierhaltung bezeichnet ein landwirtschaftliches Haltungsverfahren, bei dem Nutztiere wie Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde oder Geflügel einen wesentlichen Teil des Jahres auf einer abgegrenzten Grünlandfläche (Weide) verbringen. Die Tiere entnehmen dort einen Großteil ihrer Futteraufnahme durch den Verzehr von Aufwuchs, insbesondere von Gräsern und Kräutern. Die Haltungsform ist durch den regelmäßigen Weidegang und die Flächenrotation gekennzeichnet, um eine nachhaltige Nutzung des Pflanzenbestands zu gewährleisten. In der rechtlichen Einordnung des Jahres 2026 unterliegt die Weidetierhaltung in Deutschland und Österreich spezifischen Vorgaben der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung sowie den Regelungen des ÖPUL-Programms (Österreichisches Programm für umweltgerechte Landwirtschaft) und der Düngeverordnung. Die Ausgestaltung variiert von der extensiven Haltung auf Grenzertragsstandorten bis zur intensiven Umtriebsweide mit hohen Besatzdichten. Die Weidetierhaltung dient primär der Futtergrundlage, der Landschaftspflege und der Erzeugung tierischer Produkte wie Milch und Fleisch. Sie ist von der reinen Stallhaltung abzugrenzen, wobei Mischformen wie die Kombinationshaltung existieren.