Thünen-Institut

Das Thünen-Institut (Eigenbezeichnung: Johann Heinrich von Thünen-Institut, Bundesforschungsinstitut für Ländliche Räume, Wald und Fischerei) ist eine rechtlich unselbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) der Bundesrepublik Deutschland. Es wurde zum 1. Januar 2008 durch Zusammenlegung mehrerer Vorgängereinrichtungen gegründet und hat seinen Hauptsitz in Braunschweig. Das Institut gliedert sich in 14 Fachinstitute, die an Standorten wie Braunschweig, Hamburg, Rostock, Eberswalde und Großhansdorf angesiedelt sind. Die Kernaufgabe des Thünen-Instituts ist die angewandte, politikberatende Ressortforschung. Es erarbeitet wissenschaftliche Grundlagen für politische Entscheidungen in den Bereichen Agrarökonomie, Agrartechnik, Pflanzenbau, Tierhaltung, Fischereiökologie, Forstwirtschaft und Klimaschutz. Die Forschungsergebnisse werden in Form von Gutachten, Stellungnahmen und Publikationen, insbesondere in der Schriftenreihe „Thünen Report“, veröffentlicht. Das Institut ist nach dem Agrarwissenschaftler und Nationalökonomen Johann Heinrich von Thünen (1783–1850) benannt, dessen Modell der landwirtschaftlichen Standortlehre (Thünensche Ringe) grundlegend für die Raumökonomie ist.