Prädatorenmanagement

Das Prädatorenmanagement bezeichnet im landwirtschaftlichen Kontext die Gesamtheit aller planvollen Maßnahmen zur Regulierung von Beutegreiferpopulationen, mit dem Ziel, wirtschaftliche Schäden an Nutztieren oder landwirtschaftlichen Kulturen zu verhindern oder zu minimieren. Es umfasst sowohl präventive als auch reaktive Strategien, die auf einer fundierten Kenntnis der Populationsdynamik und des Beutegreiferverhaltens basieren. Zu den präventiven Methoden zählen der Einsatz von Herdenschutzhunden, die Errichtung von Elektrozäunen oder die Anpassung von Haltungsverfahren, während reaktive Maßnahmen die gezielte Entnahme von Einzeltieren durch Fallenjagd oder Bejagung umfassen können. Die rechtlichen Grundlagen für das Prädatorenmanagement in Deutschland und Österreich sind im jeweiligen Jagd- und Naturschutzrecht verankert, wobei der Schutzstatus der betroffenen Arten, wie Wolf, Fuchs oder Kormoran, die zulässigen Handlungsspielräume definiert. Ein effektives Prädatorenmanagement erfordert eine enge Abstimmung zwischen Landwirtschaft, Jagdausübung und Naturschutzbehörden, um einen Ausgleich zwischen Nutztierschutz, Biodiversitätszielen und wirtschaftlichen Interessen zu gewährleisten.