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Maschinelles Lernen

Maschinelles Lernen bezeichnet im landwirtschaftlichen Kontext des Jahres 2026 eine Teilmenge der künstlichen Intelligenz, bei der Algorithmen auf Basis großer Datenmengen (z. B. Satellitenbilder, Bodensensordaten, Ertragskartierungen) Muster erkennen und Vorhersagemodelle entwickeln, ohne für jede spezifische Aufgabe explizit programmiert zu sein. In der Praxis wird maschinelles Lernen unter anderem zur präzisen Unkrauterkennung in der teilflächenspezifischen Herbizidapplikation, zur Ertragsprognose auf Basis von Wetter- und Bodenparametern sowie zur Früherkennung von Pflanzenkrankheiten mittels Bildverarbeitung eingesetzt.

Die Anwendung unterliegt in Deutschland und Österreich den datenschutzrechtlichen Vorgaben der DSGVO sowie den spezifischen Regelungen des jeweiligen Pflanzenschutz- und Düngerechts, da die algorithmisch generierten Handlungsempfehlungen rechtlich als Entscheidungsgrundlage für die Betriebsführung gelten. Die technische Umsetzung erfordert eine hinreichende Datenqualität und -quantität, um statistisch valide Modelle zu trainieren. Die Ergebnisse des maschinellen Lernens sind stets als Wahrscheinlichkeitsaussagen zu interpretieren und entbinden den landwirtschaftlichen Betrieb nicht von der eigenverantwortlichen Prüfung und Umsetzung der Maßnahmen im Einklang mit der guten fachlichen Praxis.