Landschaftsformen
Als Landschaftsformen bezeichnet man die durch Gestein, tektonische Vorgänge, Verwitterung sowie die Wirkung von Wasser, Eis und Wind geprägten Oberflächengestalten der Erde. Die Geomorphologie unterscheidet unter anderem Ebenen, Becken, Hügelländer, Mittelgebirge, Hochgebirge, Täler, Terrassen und Schwemmkegel. In Österreich reicht das Spektrum vom Hochgebirge der Alpen über das Granit- und Gneishochland des Mühl- und Waldviertels bis zum Alpenvorland, zum Wiener Becken und zum pannonisch geprägten Flach- und Hügelland im Osten.
Für die Landwirtschaft bestimmen Landschaftsformen über Höhenlage, Hangneigung und Exposition wesentliche Standortfaktoren wie Temperatur, Niederschlag, Länge der Vegetationsperiode, Bodenbildung und Wasserhaushalt. Ebene und schwach geneigte Flächen werden überwiegend ackerbaulich genutzt und erlauben den Einsatz großer Maschinen. Steillagen dienen vorwiegend als Grünland, Alm, Wald oder als Standort für Weinbauterrassen. Mit zunehmender Neigung steigen Erosionsgefährdung und Arbeitsaufwand, weshalb in Hanglagen angepasste Technik wie Motormäher oder Zweiachsmäher sowie bodenschonende Bewirtschaftungsverfahren verbreitet sind. Die Hangneigung fließt in Österreich unter anderem in die Beurteilung der Bewirtschaftungserschwernis von Bergbauernbetrieben ein.

