Header monbile

Feldaufgang

Der Feldaufgang bezeichnet in der Pflanzenproduktion das stadium des Auflaufens von Kulturpflanzen aus dem Boden, das durch das Erscheinen der Keimblätter (bzw. des ersten Laubblattes bei hypogäischer Keimung) über der Bodenoberfläche definiert ist. Er markiert den Abschluss der Keimung und den Beginn der Jugendentwicklung. Der Feldaufgang wird quantitativ als Aufgangsdichte (Pflanzen pro Quadratmeter) oder als Aufgangsprozent (Verhältnis der aufgelaufenen Pflanzen zur ausgesäten keimfähigen Saatgutmenge) erfasst. Ein vollständiger und gleichmäßiger Feldaufgang ist eine Grundvoraussetzung für die Etablierung eines optimalen Pflanzenbestandes und damit für die Ertragsbildung.

Die Höhe des Feldaufgangs wird durch ein komplexes Zusammenspiel abiotischer und biotischer Faktoren bestimmt. Dazu zählen Bodenfeuchte, Bodentemperatur, Bodenstruktur, Saattiefe, Bodenverdichtung, Schaderreger (z. B. bodenbürtige Pilze) sowie die Saatgutqualität (Tausendkornmasse, Keimfähigkeit, Triebkraft). In der landwirtschaftlichen Praxis wird der Feldaufgang im Rahmen der Bestandeskontrolle nach dem Auflaufen bonitiert. Bei unzureichendem Feldaufgang können Nachsaatmaßnahmen erforderlich werden. Im Kontext des Pflanzenschutzes und der Düngung ist der Zeitpunkt des Feldaufgangs relevant, da Behandlungen oder Maßnahmen gemäß guter fachlicher Praxis auf diesen Entwicklungsstadium abgestimmt werden. Die Dokumentation des Feldaufgangs kann zudem im Rahmen von Agrarumweltprogrammen (z. B. ÖPUL in Österreich) oder der Düngeverordnung in Deutschland als Nachweis für bestandsbezogene Entscheidungen herangezogen werden.

Anzeige
Anzeige