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Dürrekatastrophe

Die Dürrekatastrophe bezeichnet im agrarmeteorologischen und pflanzenbaulichen Kontext des Jahres 2026 einen extremen, regional und zeitlich begrenzten Wassermangel im Boden, der über einen längeren Zeitraum (in der Regel mehrere Wochen bis Monate) die nutzbare Feldkapazität signifikant unterschreitet und dadurch zu einem irreversiblen Ernteverlust oder zum vollständigen Ausfall der Kulturpflanzenbestände führt. Abgegrenzt wird sie von der einfachen Trockenheit durch das Überschreiten definierter Schwellenwerte, etwa des pflanzenverfügbaren Bodenwassers unterhalb des permanenten Welkepunktes in der Hauptwurzelzone, sowie durch die Dauer der Unterschreitung.

Rechtlich relevant ist der Begriff in Österreich und Deutschland vor allem im Kontext der versicherungsrechtlichen Einstufung als Elementarschaden sowie im Rahmen der Düngeverordnung und des ÖPUL-Programms, wo Trockenstress als pflanzenbaulicher Faktor bei der Stickstoffbedarfsermittlung berücksichtigt wird. Eine offizielle Katastrophenfeststellung erfolgt durch die zuständigen Landesbehörden auf Basis hydro-meteorologischer Messdaten (z.B. DWD, ZAMG) und bodenhydrologischer Modelle. Für die landwirtschaftliche Praxis bedeutet die Dürrekatastrophe eine Reduktion des Ertragspotenzials, eine erhöhte Anfälligkeit für Schaderreger sowie eine Beeinträchtigung der Bodenstruktur, was nachhaltige Folgen für die Folgekulturen haben kann.

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