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Pressen

Unter Pressen wird in der Landwirtschaft die mechanische Verdichtung von Erntegut, insbesondere von Grünfutter, Heu oder Stroh, zu kompakten Formkörpern verstanden. Das Verfahren dient primär der Volumenreduktion, der Erhöhung der Lagerdichte sowie der Verbesserung der Transport- und Lagerfähigkeit. Technisch wird zwischen dem Pressen in Rund- oder Quaderballen mittels Ballenpressen und dem Pressen zu Pellets oder Briketts unterschieden. Bei der Grünfutterkonservierung erfolgt das Pressen häufig in Kombination mit Wickeltechnik zur Silierung, wobei der Sauerstoffabschluss die anaerobe Fermentation ermöglicht. Die erzielte Pressdichte wird in Kilogramm Trockenmasse pro Kubikmeter angegeben und ist ein zentraler Qualitätsparameter für die weitere Verarbeitung und Futterhygiene.

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Rechtlich unterliegt das Pressen in Deutschland und Österreich den Vorgaben der Düngeverordnung, der Lagerung von Wirtschaftsdüngern sowie den einschlägigen Regelungen zur Futtermittelhygiene. In Österreich sind zudem die Bestimmungen des ÖPUL-Programms hinsichtlich Bodenschutz und Ernteverfahren relevant. Die Verfahrenstechnik hat sich durch automatisierte Steuerungssysteme, variable Pressdruckregelung und Sensortechnik zur Feuchte- und Dichtemessung weiterentwickelt. Entscheidende Einflussgrößen sind der Trockenmassegehalt des Ausgangsmaterials, die Häcksellänge, der Walzendruck sowie die Ballenform. Eine sachgerechte Einstellung der Pressparameter ist Voraussetzung für stabile Ballen, minimale Nährstoffverluste und die Einhaltung der geltenden Anforderungen an Lagerung und Transport.

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