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Futtermangel

Futtermangel bezeichnet in der Nutztierhaltung den Zustand, in dem die bedarfsgerechte Versorgung der Tiere mit Nährstoffen, insbesondere mit Energie, Protein, Mineralstoffen und Vitaminen, über einen definierten Zeitraum nicht sichergestellt werden kann. Ursachen sind mengen- oder qualitätsbedingt: Ernteverluste durch Witterungsextreme wie Dürre oder Starkregen, Schädlingsbefall, Lagerverluste durch Schimmel- oder Mykotoxinbildung, Ausfälle in der Importlogistik sowie Preis- und Angebotsverwerfungen an den Weltmärkten. Rechtlich relevant sind in Deutschland die Vorgaben der Düngeverordnung zur Nährstoffbilanzierung sowie in Österreich die Regelungen des ÖPUL-Programms und der Tierhaltungsverordnung, die eine ausreichende Versorgung vorschreiben.

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Futtermangel kann sich in reduzierter Futteraufnahme, verminderter Milch- oder Fleischleistung, Fruchtbarkeitsstörungen, Immunsuppression und erhöhter Tierverlustrate manifestieren. Betriebliche Gegenmaßnahmen umfassen die Anpassung der Rationen, den Zukauf von Einzelfuttermitteln, die Nutzung von Nebenprodukten sowie die Reduktion des Tierbestandes. Die Bewertung erfolgt über Futterbilanzen, Nährstoffanalysen und tierindividuelle Leistungsdaten. Futtermangel ist von Unterversorgung im engeren Sinne abzugrenzen, die auch bei ausreichender Menge durch unausgewogene Rationsgestaltung entstehen kann.

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