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Wintergetreide

Wintergetreide bezeichnet Getreidearten, die im Herbst ausgesät werden, vor dem Winter eine vegetative Entwicklung durchlaufen und nach der Vernalisation im folgenden Frühjahr und Sommer zur Blüte und Reife gelangen. Zu den wichtigsten Wintergetreidearten zählen Winterweizen, Wintergerste, Winterroggen, Wintertriticale und Winterhafer. Die Herbstaussaat ermöglicht eine frühzeitige Nutzung der Winterfeuchtigkeit und eine längere Vegetationsperiode, wodurch in der Regel höhere Erträge als bei Sommergetreide erzielt werden. Voraussetzung ist eine ausreichende Winterhärte der Sorten, die sich in der Frosttoleranz und der Resistenz gegen Auswinterung, Schneeschimmel und Wechselwirkungen mit Bodenfrost zeigt.

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Anbau und Düngung unterliegen in Österreich und Deutschland den jeweiligen nationalen Dünge- und Pflanzenschutzvorschriften sowie den Vorgaben der Gemeinsamen Agrarpolitik, etwa in Bezug auf Fruchtfolge und Mindestbodenbedeckung. Die Aussaat erfolgt abhängig von Standort, Sorte und Witterung üblicherweise zwischen September und November. Wintergetreide dient der menschlichen Ernährung, der Tierfütterung sowie der stofflichen und energetischen Verwertung. Die Unterscheidung zum Sommergetreide erfolgt anhand des Aussaatzeitpunkts und des Vernalisationsbedarfs, nicht anhand botanischer Merkmale.

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