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Waldökologie

Waldökologie bezeichnet die wissenschaftliche Disziplin, die die Wechselbeziehungen zwischen Waldbäumen, sonstiger Vegetation, Tieren, Pilzen, Mikroorganismen sowie den abiotischen Standortfaktoren eines Waldbestandes untersucht. Gegenstand sind Stoff- und Energieflüsse, Konkurrenz- und Symbioseverhältnisse, Sukzessionsabläufe, Nährstoffkreisläufe sowie die Reaktion von Waldgesellschaften auf Störungen wie Windwurf, Trockenheit, Insektenkalamitäten oder Stoffeinträge. Die Betrachtungsebenen reichen von der Einzelpflanze über die Population und Biozönose bis zum Ökosystem Wald und dessen Landschaftseinbindung.

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In der forstlichen Praxis dient die Waldökologie als Grundlage für Standortkartierung, Baumartenwahl, Waldbauplanung, Naturschutzbewertung und die Abschätzung von Risiken des Klimawandels. Rechtliche Bezüge ergeben sich unter anderem aus den Forstgesetzen und Naturschutzgesetzen der Länder, aus Vorgaben zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung sowie aus Regelungen zu Schutzgebieten, Biotopverbund und Waldumbaumaßnahmen. Methodisch stützt sie sich auf Vegetationsaufnahmen, Bodenanalysen, Ertragskunde, Fernerkundung und Modellierung.

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